French Open Wetten: welche Wege es gibt und wer sie gehen sollte

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 geprüft.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Ein Turnier, das am 7. Juni endete, lässt sich nicht mehr gewinnen. Wer heute „French Open Wetten“ sucht, findet deshalb keine offene Tür, sondern eine Werkbank: Alexander Zverev hat das Herreneinzel der French Open 2026 am Finaltag gegen Flavio Cobolli gewonnen, Mirra Andrejewa das Dameneinzel gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska — die Saison ist abgehakt, die Quoten sind ausgezahlt. Was bleibt, ist die Frage, die vor jedem Turnier wieder auftaucht und dann wieder in zwei Tagen beantwortet werden muss: bei welchem Anbieter, in welchem Markt und zu welchen Bedingungen legt man einen Einsatz auf Sandplatzturniere überhaupt an?

Wer schon einmal nach einem Finale auf einen Wettschein gesehen hat, der aus einem Nachmittag drei Jahre gemacht hat, weiß, wie unromantisch die Antwort ist. Sie lautet nicht „der mit den höchsten Quoten“. Sie lautet: der mit der Erlaubnis, der die Märkte führt, die man wirklich spielen will, und dessen Bedingungen man vor dem Einsatz gelesen hat. Sportwetten im Internet darf in Deutschland nur veranstalten und vermitteln, wer eine Erlaubnis der GGL hat — der Satz ist kurz, und er entscheidet mehr als jede Quotentabelle.

Verantwortungsvoll wetten: was ein Turnier kostet, bevor es anfängt

Ein Grand-Slam-Turnier ist ein zweiwöchiger Ausnahmezustand. Zwei Wochen lang liegt jeden Vormittag ein Hauptfeld vor einem, jeden Abend ein Ergebnis, und wer im Sandplatzrhythmus einmal drin ist, setzt nicht auf Spiele, sondern auf die Fortsetzung des eigenen Tages. Genau das ist der Punkt, an dem die Regeln der Veranstalter und die Regeln der Aufsicht anfangen, sich mit dem Geldbeutel des Einzelnen zu beschäftigen.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Die wichtigste Zahl steht nicht auf dem Wettschein. Ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt bei erlaubten Anbietern standardmäßig über alle Anbieter hinweg, abgewickelt über die LUGAS Limitdatei. Das ist keine Zahl pro Anbieter, sondern eine Zahl pro Person — zweitausend Euro über zwei Konten sind nicht zweitausend Euro von zwei Budgets, sondern eine Überschreitung. Wer sich das beim ersten Mal nicht klarmacht, lernt es beim ersten Mal, an dem eine Einzahlung hängen bleibt.

Wenn das Standardlimit zu klein ist

Es gibt Wege darüber hinaus, und sie sind enger, als die Werbung klingt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es erlaubt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen, bis 10.000 € — und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler — aber nur gegen einen belastbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung trägt das nicht. Wer also einen fünfstelligen Rahmen braucht, braucht Papier, nicht Höflichkeit. Nach unten geht es dagegen sofort: Eine Absenkung greift umgehend, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Eine Frist, die sich lohnt.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Das Turnierfieber, konkret

Drei Werkzeuge gehören zu jedem erlaubten Konto, und sie sind unterschiedlich schnell: Der Panikbutton sperrt sofort und für 24 Stunden; die Selbstsperre über OASIS — das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird — gilt mindestens drei Monate, wenn man eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Ein Limit wirkt, bevor etwas passiert; eine Sperre wirkt, nachdem man es gemerkt hat. Wer weiß, dass ihn die zweite Woche eines Turniers regelmäßig überholt, sollte den ersten Weg wählen.

Der zweite Weg hat eine Besonderheit, die viele nicht kennen: Eine Sperre, die man bei einem Anbieter setzt, ist keine Sperre bei einem anderen. Konten bei mehreren Veranstaltern parallel zu bespielen ist unzulässig, und die Aktivitätsdatei überwacht es — aber sie ist ein Instrument der Aufsicht, nicht des eigenen Vorsatzes. Wer sechs Konten hat, weil sechs Willkommensangebote lockten, hat am fünften Tag ein Problem und am zehnten zwei.

Was das für ein Turnier mit zwei Wochen Laufzeit praktisch bedeutet: Man legt sein Monatsbudget vor der Qualifikation fest, nicht nach dem ersten verlorenen Fünfsatzmatch. Ein Turnier liefert mehr Gelegenheiten zum Setzen als fast jede andere Sportart, weil jeden Tag zehn Plätze bespielt werden. Das ist der eigentliche Fallstrick des Sandplatzes.

Was an einem Tag mit sechs Matches anders läuft

Tennis ist ein Sport mit vielen Zwischenständen, und Zwischenstände sind es, was beim Wettangebot die Zahl der Entscheidungen aufbläht. Ein Fußballnachmittag hat drei Spiele; ein Sandplatznachmittag hat dieselbe Anzahl Endresultate, aber das Drei- bis Vierfache an Satz-, Spiel- und Handicapmärkten, die sich unterwegs verändern. Wer sich ein Tageslimit setzt und dabei an ein Spiel denkt, hat sich um den Faktor drei vertan.

Dazu kommt die Steuer, die in Deutschland nicht bei einem selbst liegt, sondern bei der Veranstalterin der Wette. Sie ist kein Argument gegen die Legalität und kein Grund zur Panik: Sie ist ein Posten, der bereits in der Quote oder im Einsatz steckt, je nachdem, wie der Anbieter ihn behandelt. Was das konkret kostet, steht im Abschnitt zur Legalität — dort, wo es hingehört.

Quoten französische Open: drei Markttypen, drei Blickrichtungen

Auf Sand gewinnen und verlieren Spiele nach einem Muster, das kein anderes Grand-Slam-Turnier so deutlich zeigt: Der Punkt endet später, der Fehler kostet mehr, und ein Aufschläger verliert seinen Vorteil langsamer. Deshalb sind die Quoten französische Open nicht einfach „wer gewinnt“ in Zahlen. Sie sind eine Aussage über Matchdauer, über Satzverläufe und über die Frage, wie viel ein einzelner Satz wert ist.

Zuerst der Turniersieger. Die French Open Gesamtsieger-Wette läuft über zwei Wochen und über sieben Runden — sie ist keine Wette auf ein Match, sondern eine Wette auf eine Formkurve mit einem Sandplatzfilter. Achtzehn bis zweiundzwanzig Euro für einen Außenseiter, der einen Fünfsatzmatch-Tag überlebt, verändern sich nach dem ersten Fünfsatzmatch, und zwar unabhängig vom Ergebnis. Wer früh auf einen Turniersieger setzt, handelt also nicht nur mit dem Spieler, sondern mit dem Muster der Auslosung.

Die Handicap- und Satzmärkte sind das Gegenstück: kurz, klein, präzise. Und sie sind der Ort, an dem die Marge sichtbarer wird, weil sie kurze Kurse führen.

Warum zwei Kurse von 1,90 kein Geschenk sind

Nehmen wir ein illustratives Zwei-Wege-Angebot mit je 1,90 auf beide Seiten — ausdrücklich ein Rechenbeispiel, kein Preis, den ein Anbieter führt. Die Auszahlungsquote eines solchen Marktes liegt bei rechnerisch 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also bei 0,95, und das ist eine Rendite von 95 % an den Spieler. Der Rest ist Marge. Bei zwei Wegen gleicher Höhe muss sie nicht bei fünf Prozent landen; je nach Sportart, Turnierrunde und Anbieter schwankt sie zwischen etwa drei und sechs Prozent des Einsatzes, und der erste Wert erscheint bei namhaften Turnieren mit viel Umsatz, der zweite bei dünn bespielten Qualifikationsrunden. Wer eine Quote von 1,90 sieht, sieht also ein Produkt, in dessen Preis bereits ein Gegenwert von fünf Cent je Euro für den Anbieter steckt — und dieser Satz gilt für jede einzelne Wette, gewonnen oder verloren.

Das ist die Zahl, die auf diesem Markt am meisten Bewegung hat, und sie ist nicht die Quote. Ein Anbieter mit einem halben Prozentpunkt besserer Quote bei einem Außenseiter verliert diesen Vorteil sofort wieder, wenn seine Marge auf der Favoritenseite zwei Prozentpunkte höher liegt. Genau deshalb steht bei jedem Konto zuerst der Blick in das eigene Wettprogramm, und nicht der Blick auf ein Plakat.

Man kann die Marge nicht wegdiskutieren, aber man kann sie handhaben. Sie ist niedriger bei großen, liquiden Märkten — dem Endresultat eines Herren-Einzelfinales — und höher bei Nischen: dem exakten Satzergebnis, dem ersten Satz, einem Handicap über Spiele innerhalb eines Satzes. Wer diese Verteilung einmal verstanden hat, hört auf, sich über Quotenunterschiede zu wundern: Ein Buchmacher, der 1,88 statt 1,95 führt, verkauft nicht dieselbe Ware.

Einzel, Kombi, System — und was der Wettschein daraus macht

Die Einzelwette wartet nie. Sie braucht ein Ergebnis, einen Satz oder eine Spielzahl, und dann ist sie abgerechnet. Die Kombiwette und die Systemwette sind das Gegenstück: Mehrere Auswahlen werden zu einer Quote multipliziert, und Multiplikation ist ein Zauberwort, das erst bei der Marge anfängt, weh zu tun. Aus vier Beispielsunwerten von 1,90 wird ein Kurs von rund 13,0 — und die vier Margen multiplizieren sich genauso wie die Quoten. Aus 5 % je Bein werden über vier Beine grob 19 % Nachlass auf den fairen Preis. Das ist keine Randnotiz; das ist bei einer Kombi der wichtigste Posten auf dem Schein.

Eine Systemwette weicht das Problem nicht auf, sie verteilt es. Man spielt mehrere Wetten in einer Wette und gewinnt nicht alles oder nichts, sondern etwas dazwischen — und zahlt dafür mehrfach. Der Reiz liegt bei Turnieren mit vielen Parallelmatches: Wer sechs Spiele eines Sandplatznachmittags in einem System bündelt, hat weniger Scheine zu pflegen. Der Preis dafür steckt in der Zahl der Kombinationen, und der steht auf dem Wettschein, nicht im Fernsehbild.

Was in Deutschland erlaubt ist, grenzt die Spielarten ohnehin ein: Erlaubt sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorgänge darin, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur die Wettarten, die die GGL in ihrem Sportwettprogramm zugelassen hat. Das ist weniger eng, als es klingt, aber es ist nicht unbegrenzt.

French Open Wetten: der Weg durch die zwei Wochen

Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand gespielt, auf Terre battue, Veranstalter ist der Weltverband ITF. Seit 1891 findet das Turnier statt, damals als „Championnat de France international de Tennis“, und die Sandplatzschicht ist seither der Teil des Geländes, der die Ergebnisse am stärksten prägt.

Der Spielplan der French Open ist für den Wettenden vor allem ein Kalender, der zwei Druckpunkte hat: die Qualifikation und das Finalwochenende. Dazwischen liegt das Hauptfeld, in dem drei Runden Best-of-Three bei den Damen und drei Runden Best-of-Three bei den Herren anstehen, bevor ab dem Achtelfinale die Herren auf drei Gewinnsätze gehen. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung — darauf haben sich im März 2022 alle vier Grand-Slam-Turniere verständigt. Der Match-Tiebreak im fünften Satz ist der Punkt, an dem aus einem Satzmarkt plötzlich ein Zehn-Punkte-Spiel wird; wer auf Satz- und Handicapmärkte setzt, kommt an dieser Regel nicht vorbei. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei — ein Unterschied, der die Varianz zwischen den beiden Wettbewerben deutlich macht. Ein Best-of-Three-Match kippt nach einem schwachen Satz; ein Best-of-Five-Match kippt nach einem schwachen Satz auch, aber es hat drei Sätze mehr Zeit, sich zurückzuholen.

Qualifikation, Hauptfeld, Finalwochenende

Die Qualifikationstage sind für den Markt das, was die Vorbereitungswoche für den Spieler ist: viele Matches, wenig öffentliche Aufmerksamkeit, ein Wettangebot, das sich stärker auf Endresultate konzentriert als auf feine Spielmärkte. Wer sie spielt, spielt gegen die dünnste Liquidität des Turniers — und das ist der Grund, weshalb die Quoten dort am wenigsten effizient und die Margen am höchsten sind.

Das Hauptfeld verändert die Bedingungen von Tag zu Tag. Mit jeder Runde steigt die Zahl der Favoritensiege, sinkt die Varianz der Kurse, und ab dem Achtelfinale ist ein Match ein Ereignis, das man einzeln besprechen kann. Ab hier gibt es typischerweise die vollständige Palette: Siegwetten, Satz- und Gamehandicaps, Über/Unter über Spiele, exakte Satzergebnisse, Markt auf den Turniersieger.

Das Finalwochenende ist die Gegenbewegung: zwei, drei Matches von sehr hoher Aufmerksamkeit, mit dem höchsten Umsatz des Turniers und den wettbewerbsfähigsten Quoten — und gleichzeitig dem größten Vorwissen. Ein Favorit im Finale eines Grand Slams ist selten ein Wert, weil ihn alle haben. Genau dort wird der Reiz der Nebenmärkte am größten: Wie viele Spiele gibt ein Satz her, und hält der Außenseiter einen Satz lang mit?

Wer den Ball geworfen hat

Rekordsieger des Herreneinzels ist Rafael Nadal mit 14 Titeln; im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7. Die beiden Zahlen haben mit dem aktuellen Markt nichts zu tun und alles mit zwei Jahrzehnten Erwartungsbildung: Ein Turnier, in dem eine Person vierzehnmal gewinnt, sagt vor allem, dass der Sandplatz ein Ort mit einem sehr stabilen Können-Ranking ist — und stabile Rankings sind der Feind des Außenseiters. Wer auf Sand Außenseiter spielt, spielt gegen die Statistik des Geländes.

Die Ausgabe 2026 ist ausgezahlt. Zverev im Herrenfinale gegen Cobolli, Andrejewa bei den Damen gegen Chwalińska — die Qualifikantin im Finale war die eigentliche Geschichte des Turniers und zugleich eine Erinnerung daran, dass Vorqualifikation kein Ausschlusskriterium ist. Das Gesamtpreisgeld lag 2026 bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr, und die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Preisgeld ist für den Wettenden kein Kriterium, aber es erklärt, weshalb Spieler, die am Rand ihrer Setzliste stehen, eine Qualifikationswoche ernst nehmen — die Aussicht auf 2,8 Millionen verändert die Bereitschaft, sich durch drei Vorspiele zu kämpfen.

Die nächste Ausgabe folgt 2027; die genauen Daten stehen noch nirgends fest, und wer jetzt schon auf den Turniersieger 2027 setzen will, sollte wissen, dass er zwei Jahre Laufzeit mit Zinsrisiko kauft: Eine Quote ohne Auslosung ist eine Meinung ohne Information.

French Open Wettanbieter im Vergleich: zehn Erlaubnisse, zehn Profile

Alle zehn Wettanbieter unten haben eine deutsche Erlaubnis für ihr Sportangebot — sie stehen mit ihrem Sportbetreiber auf der Whitelist der GGL, in der Fassung vom 2. Oktober 2026. Das heißt nicht, dass sie gleich sind. Eine Erlaubnis ist die Eintrittskarte, nicht die Leistung.

Man sieht das an einem Detail, das keiner dieser Anbieter in der Werbung erwähnt: Die Whitelist führt einen Sportbetreiber pro Domain, und nur die dort gelistete Domain darf Sportwetten annehmen. Wer unter derselben Marke zusätzlich virtuelle Automatenspiele anbietet, hat dafür eine zweite Erlaubnis mit anderen Regeln — und die beeinflusst das Wettangebot nicht. Für Tennis heißt das: Man prüft einen Namen, nicht ein Konzernportfolio.

Ins Auge fallen zwei Merkmale, die quer durch die Liste gehen. Erstens das Alter der Erlaubnisse. Die Masse der Sportwettenerlaubnisse wurde zwischen 2020 und 2021 erteilt, in der ersten Welle nach Inkrafttreten des GlüStV 2021; danach folgten Folgee­rlaubnisse in den Jahren 2022 bis 2024. Ein Anbieter, der 2020 dabei war, ist nicht besser als einer, der 2021 kam — aber er hat zwei Jahre mehr Betrieb unter deutscher Aufsicht hinter sich, und das merkt man an Reibungsstellen: Auszahlungen, Verifizierung, Grenzen. Zweitens der Sitz der Betreiber­gesellschaften. Malta und Gibraltar dominieren, und das ist kein Versehen: Die deutsche Erlaubnis gilt, egal wo die Holding sitzt; der Gesellschaftssitz sagt nichts über die Erlaubnis und alles über die Rechtsform.

Anbieter Status auf der Whitelist Inhaber der Sportwettenerlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist, Sportwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
ODDSET Whitelist, Sportwetten Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Sportingbet Whitelist, Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Tiptorro Whitelist, Sportwetten Torro Tec Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
AdmiralBet Whitelist, Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024)
Winamax Whitelist, Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022)
bet-at-home Whitelist, Sportwetten Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
DAZN Bet Whitelist, Sportwetten DZBT Operations Limited 22.08.2023
888sport Whitelist, Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
NEO.bet Whitelist, Sportwetten Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)

Die Spalte, die man beim ersten Blick übersieht, ist der Inhabername. Er ist die einzige Zeile, die im Streitfall zählt: Der Markenname auf der Startseite ist häufig nicht der Rechtsträger, und wer sich über einen Anbieter beschweren muss, beschwert sich bei der falschen Firma, wenn er den Namen aus der Werbung nimmt. Die Whitelist löst genau dieses Problem — deshalb steht sie hier und nicht die Startseite.

Spannend ist die zweite Spalte genauer genommen gar nicht: Alle zehn führen dieselbe Angabe. Das ist die stille Information dieser Tabelle. Wo eine Spalte in zehn von zehn Zeilen denselben Wert trägt, ist der Wert kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Zugangsvoraussetzung. Den Unterschied macht der Rest: die Märkte, die Live-Regeln, die Bedingungen der Boni, die Höhe der Margen im eigenen Wettprogramm.

Und noch ein Punkt, der keine Spalte bekommen hat, weil er keine hat: Für keinen dieser zehn Anbieter ist eine Turniersiegerquote der French Open 2026 belegt. Wer Kurse für ein solches Event sehen will, öffnet das Wettprogramm selbst — das ist in zwei Minuten erledigt, und es ist die einzige Quelle, die zählt. Eine Vergleichstabelle mit ausgedachten Beispielquoten wäre schneller zu lesen und wertlos.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Interwetten — der Anbieter mit der längsten Whitelist-Historie in dieser Gruppe

Interwetten betreibt sein Sportangebot unter der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Die erste Sportwettenerlaubnis datiert vom 2. November 2020, die Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Kein anderer Anbieter in dieser Liste hat eine längere Spanne zwischen Erst- und Folgeerlaubnis dokumentiert — die Marke war also von der ersten Stunde der deutschen Regulierung an am Markt.

Für ein Turnier mit zwei Wochen Laufzeit ist das kein Marketingargument, sondern eines zur Verlässlichkeit von Abläufen: Verifizierung, Limitdatei, Auszahlung. Das Feld, in dem Interwetten seine Rolle findet, liegt im ruhigen Mainstream — ein Konto, das man einmal einrichtet und dann über die Saison führt. Wer sich an einem Sandplatznachmittag durchprobiert, bekommt hier nichts Exotisches.

Was diesen Eintrag von den folgenden trennt, ist nicht die Erlaubnis, sondern die Konstanz des Registrierungsdatums: Die Gruppe, die im November 2020 zugelassen wurde, steht seit fast sechs Jahren unter denselben Aufsichtsregeln. Das zeigt, wie der Anbieter mit den regulatorischen Anforderungen — OASIS, LUGAS und Einzahlungslimit — umgeht, ein Test, der bereits bestanden wurde.

ODDSET — die staatliche Wurzel unter den zehn

Hinter ODDSET steht die Oddset Sportwetten GmbH, die das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb zugelassen hat; die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale). Die Marke ist damit der einzige Eintrag dieser Runde, dessen Erlaubnisweg über die Landesverwaltung führt.

Praktisch relevant wird das an einem Punkt, den kein anderer Anbieter in dieser Liste anbietet: stationärer Vertrieb. Wer neben der Online-Wette die Annahmestelle nutzt, findet hier die Verbindung, die anderen fehlt. Wer sie nicht nutzt, findet schlicht ein klassisches Sportwettenangebot ohne Extravaganzen.

Das Profil ist konservativ, und das ist bei diesem Anbieter kein Vorwurf. Ein Haus mit behördlicher Wurzel hat weniger Interesse an lauten Neukundenaktionen und mehr an einem Wettschein, der beim ersten Mal funktioniert.

Sportingbet — der Konfigurator unter den zehn

Sportingbet bietet in seinem Wettangebot einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Betreiberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited, die erste Sportwettenerlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Tennis steht in dieser Aufzählung nicht an erster Stelle, und das ist der Hinweis, den ein Sandplatzspieler braucht: Die Sportartenliste verrät, wo ein Buchmacher seine Aufmerksamkeit verteilt. Wer über zwei Wochen jede einzelne Erstrundenpartie mit Satz- und Gamehandicap sehen will, wird bei einem Anbieter mit Sieben-Sportarten-Programm eher auf Endresultate stoßen.

Für Kombinationen ist das Werkzeug dagegen das interessanteste Element: Ein Konfigurator ist genau dann nützlich, wenn man mehrere Auswahlen desselben Tages baut — und das ist an einem Sandplatznachmittag mit zehn Parallelplätzen der Normalfall.

Tiptorro — die App-Marke im Vergleich

Tiptorro tritt über seine App in Erscheinung: Im App Store wird sie von der Torro Tec Limited aus Malta angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Whitelist bestätigt das mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Der Punkt, an dem sich Tiptorro von den vorherigen drei unterscheidet, ist die Verengung auf ein Bedienelement. Wer sein Wettschein-Leben im Browser führt, wird hier weniger zu Hause sein. Wer ein Turnier dagegen von der Tribüne aus verfolgt und zwischen zwei Sätzen setzen will, findet in einer App die kürzere Strecke.

Erst- und Folgeerlaubnis liegen hier gerade achtzehn Monate auseinander, der kürzeste dokumentierte Abstand mit einer Ausnahme im Abschnitt zu DAZN Bet. Ein junger Anbieter mit neuen Folgepapieren ist nicht besser und nicht schlechter — er ist nur jünger, und Jungsein heißt bei Aufsichtsthemen mehr Bewegung im Haus.

AdmiralBet — der Anbieter mit dem längsten Folgeerlaubnis-Stapel

Auf der Whitelist ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf der Casino-Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Die dritte Erlaubnis aus dem Jahr 2024 ist das Alleinstellungsmerkmal in dieser Liste, und sie sagt etwas Unspektakuläres: Hier wurde nachreguliert. Wer wissen will, ob ein Anbieter mit Änderungen der Aufsichtspraxis Schritt hält, findet in einem Haus mit drei Datumszeilen den einzigen belastbaren Anhaltspunkt dafür.

Der Casino-Teil, der auf einer anderen Domain mit eigener Erlaubnis läuft, ist für Tennis irrelevant und verdient es, ausdrücklich so genannt zu werden. Ein Slot-Angebot auf einer Nachbarseite ist kein Hinweis auf ein größeres Wettprogramm, und umgekehrt.

Winamax — der Anbieter mit dem eigenen Quoten-Test

Winamax wirbt im Footer seiner Seite mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Diese Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Betreiberin ist die WINAMAX (Société anonyme); die erste Sportwettenerlaubnis datiert vom 29. Juni 2021, die Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022.

Zwei Dinge an dieser Angabe sind es wert, getrennt zu werden. Das erste ist die Aussage: 45 % — nicht 100 %, nicht „durchweg“. Eine Marke, die 2.967 Spiele untersuchen lässt und 45 % davon gewinnt, hat den Test gut bestanden und dabei offengelegt, dass sie ihn in der Mehrheit der Fälle nicht gewinnt. Das ist eine ehrlichere Zahl als die Überschrift, unter der sie steht. Das zweite ist das „0 %“: Was ein Anbieter mit der Sportwettensteuer macht, ist seine Entscheidung, und sie steht in seinen eigenen Bedingungen. Wer eine Steuer nicht auf dem Wettschein sieht, sieht sie deshalb nicht als „null“, sondern nur anders verteilt.

Der zweite Teil, der bei einem Sandplatzturnier wirklich zählt, ist das Fernsehangebot: Winamax TV zeigt Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Vier Grand-Slam-Turniere heißt: Roland Garros inklusive. Wer am Vormittag der zweiten Woche eine Erstrundenpartie auf Platz sieben sehen will, die kein Sender überträgt, findet hier die Verbindung von Bild und Wettschein, die im deutschen Wettangebot selten ist.

Und genau hier liegt die Einschränkung: Ein Stream ersetzt keine Quote. Wer den Court im Kundenkonto hat und den Markt dazu nicht, hat eine Übertragung und keinen Vorteil.

bet-at-home — der Anbieter mit getrennten Erlaubnissen

Für bet-at-home ist auf der Whitelist die Bet-at-home Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 2. November 2020, einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022.

Interessanter als die Datumszeile ist das Format des Erlaubnisstapels: Sport am 2. November, Folgefassung im Dezember, Automatenspiel zwei Tage später. Zwei Genehmigungen, zwei Regime — und für den Wettenden auf Sandplatztennis nur eine davon relevant. Wer beim Anbietervergleich die Casinospalte mitliest, verwechselt zwei Erlaubnisse, die sich in Deutschland nichts sagen.

Der Bestand an Wettmärkten jenseits des Endresultats ist der Punkt, an dem sich in dieser Gruppe die Spreu vom Weizen trennt, und er lässt sich nicht aus Erlaubnisdaten ablesen.

DAZN Bet — der späteste Eintrag auf der Whitelist

Die DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten bei DAZN Bet, hat ihren Sitz in Zebbug auf Malta; die GGL verzeichnet die Sportwettenerlaubnis seit dem 22. August 2023. Das ist der jüngste Erlaubnisbeginn in dieser Runde — mit einem Abstand von fast drei Jahren zum nächsten Eintrag davor.

Ein später Start ist kein Nachteil an sich, und er ist auch kein Vorteil. Er bedeutet, dass der Anbieter den gesamten Aufsichtsrahmen mit OASIS-Pflicht, Limitdatei und Verifizierung von der ersten Stunde an mitbringen musste, statt in eine weichere Anfangsphase zu starten. Was er dabei gelernt hat, und was nicht, sieht man nur im Konto.

Für einen Spieler, der sich vor einem Turnier neu registriert, ist die relevante Frage ohnehin nicht das Erlaubnisdatum, sondern ob die Verifizierung vor dem ersten Einsatz durchläuft. Das ist bei jedem Anbieter eine Frage von Tagen und bei jedem Anbieter anders.

888sport — der Konzern im Vergleich

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Für die deutsche Sportdomain führt die Whitelist die 888 Germany Limited mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Die Börsennotierung ist der einzige Eintrag in dieser Runde, der in einer anderen Kategorie öffentlich ist: Ein gelistetes Unternehmen unterliegt Publizitätspflichten, die nichts mit Sportwetten zu tun haben, aber die Konzernstrukturen sichtbarer machen als bei einer Malteser Betriebsgesellschaft.

Für einen Einsteiger zählt das wenig. Ein Konzernrücken macht die Verifizierung nicht schneller und die Quote nicht besser, und wer seine Wahl darauf stützt, wählt nach einem Kriterium, das kein Kriterium ist.

NEO.bet — der Anbieter aus der ersten Erlaubniswelle

Für NEO.bet ist auf der Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Erlaubnisbeginn fällt damit in exakt dieselbe Oktoberwoche 2020 wie die von Sportingbet und AdmiralBet.

Dass drei Anbieter dieser Liste in derselben Woche zugelassen wurden, ist der aussagekräftigste Befund der ganzen Runde: Die deutsche Regulierung hat nicht zehn einzelne Geschichten produziert, sondern eine Zulassungswelle und danach Ruhe. Wer heute vergleicht, vergleicht Produkte, die unter demselben Dach entstanden sind.

Bleibt der Teil, den keine Erlaubniszeile trägt: Was NEO.bet im Sportwettprogramm an Nebenmärkten führt — Satzergebnis, Gamehandicap über ein einzelnes Match —, steht in seinem eigenen Wettprogramm und sollte vor dem Einsatz dort nachgesehen werden, statt nach einem Vergleichsversprechen geglaubt zu werden.

Live-Wetten auf Tennis: die Grenze, die viele nicht kennen

Hier wird es unangenehm für alle, die Live-Wetten mit dem gleichsetzen, was sie aus anderen Ländern kennen. In Deutschland gilt während eines laufenden Ereignisses eine eingeschränkte Auswahl: Erlaubt sind Live-Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Bei Tennis heißt das: Der nächste Satz ist erlaubt. Der nächste Punkt ist es nicht. Und beim Fußball ist das nächste Tor erlaubt, der nächste Korb beim Basketball dagegen nicht.

Die Logik hinter dieser Regel ist keine Tennis-Logik, sondern eine Manipulationslogik, und genau das ist für einen Sandplatzturnier-Wetter wichtig: Ein einzelner Punkt ist ein Ereignis, das eine Person ohne Mithilfe herbeiführen kann. Ein Satz ist es nicht.

Was daraus für den Alltag auf dem Sandplatz folgt, ist unromantisch. Ein Repertoire, das auf Punkt-für-Punkt-Wetten aufbaut, funktioniert bei erlaubten deutschen Anbietern nicht. Was funktioniert, ist ein Satzmarkt und ein Matchmarkt, die sich während der Partie bewegen — und die Bewegung ist genau das, was die Live-Wette interessant macht. Der Satz ist die Einheit, in der diese Bewegung stattfindet.

Es gibt eine zweite Grenze, die oft übersehen wird: Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Bei einem Fünfsatzmatch über vier Stunden heißt das, dass auch ein bereits verlorenes Match noch lange nicht abgerechnet ist, und ein Live-Einsatz, der sich am Zwischenstand ausrichtet, ist kein Einsatz auf einen Zwischenstand.

Und eine dritte: Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Höchstgrenze pro Einzelwette. Wer also ein Live-Limit setzen will, setzt es sich selbst. Der Anbieter setzt es nicht für ihn.

Umsatzbedingungen und Mindestquoten: das Kleingedruckte hinter dem „Gratis“

Der Satz „Gratiswette“ ist das am gründlichsten irreführende Wort im deutschen Wettmarkt, und die Auflösung braucht genau eine Frage: Wird der Einsatz der Gratiswette mit einem Gewinn zurückgezahlt oder nicht? Bei einer echten Gratiswette, deren Einsatz nicht zurückfließt, ist ein Gewinn kein Gewinn aus Einsatz plus Gewinn, sondern nur aus dem Gewinnanteil. Bei Quote 2,00 bringt eine Gratiswette von 10 € also nicht 20 € ein, sondern 10 € — der Einsatzteil bleibt beim Anbieter. Aus dem „Gratis“ wird damit faktisch die Hälfte, und bei Quote 1,50 fällt der Anteil auf ein Drittel.

Dazu kommen drei Bedingungen, die jeder Anbieter selbst setzt, weil das Glücksspielstaatsvertragsgesetz für Sportwettenboni keine Summen, keinen Umsatz und keine Mindestquote vorgibt. Erstens der Umsatz: Ein Bonus, der zu mehrfachem Umsatz verpflichtet, ist keine Zugabe, sondern ein Auftrag — und wer den Umsatz nicht erreicht, verliert, was er mit ihm verbunden hat. Zweitens die Mindestquote: Werden nur Wetten ab einem bestimmten Kurs auf den Umsatz angerechnet, schrumpft das Feld der tauglichen Wetten auf die Favoriten, und Favoriten haben die kleinste Rendite. Drittens die Frist: Ein Angebot mit einer Frist von wenigen Tagen ist auf den Normalbetrieb zugeschnitten, nicht auf ein Turnier, das zwei Wochen läuft. Ein Umsatzziel, das 14 Tage lang zu erfüllen ist, ist ein anderes Ziel als eines, das 7 Tage lang besteht — und der Unterschied liegt nicht im Bonus, sondern im Kalender.

Und ein vierter Punkt, der stärker wiegt als alle drei: Das gesetzliche Standardlimit von 1.000 € Einzahlung pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter hinweg. Eine Einzahlung, die in eine Bonusaktion fließt, ist eine ausgegebene Monatsreserve. Wer im zweiten Turnierhalb­jahr noch etwas vorhat, sollte den Bonus deshalb nicht als Grund zur Einzahlung lesen, sondern als Folge eines Betrags, den er ohnehin gezahlt hätte.

Die Reihenfolge, in der man bei einem Neukundenangebot vorgeht: Erst prüfen, ob der Anbieter den Erlaubnisstatus trägt. Dann die Bedingungen lesen, die den Umsatz, die Mindestquote und die Frist nennen. Dann entscheiden, ob der Umsatz in der Frist überhaupt realistisch ist. Erst danach ein Konto eröffnen — und die Verifizierung abwarten, bevor man setzt, denn ohne abgeschlossene Prüfung kann ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) vergibt unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht sie; Verstöße kann sie mit Bußgeldern belegen, während die Besteuerung Sache des Finanzamts ist, nicht der GGL. Der belastbare Test ist und bleibt die amtliche Whitelist. Die Fassung vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwettenerlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain — was nichts beweist, denn die Endung sagt nichts über eine Erlaubnis. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten und kein Ablaufdatum, weshalb man aus ihr auch kein Enddatum ableiten kann.

Eine deutsche Erlaubnis ist keine Formalie, sie ist der Unterschied zwischen zwei völlig verschiedenen Produkten. Ein Veranstalter mit Erlaubnis unterliegt dem Einzahlungslimit, dem Sperrsystem OASIS, der Limitdatei LUGAS, der Pflicht zur Einzahlung von einem Konto auf den eigenen Namen sowie dem Verbot, Wetten auf manipulationsanfällige Ereignisse und auf Regelverstöße anzubieten. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis unterliegt keinem dieser Punkte.

Was das Konto betrifft: Zahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich, anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen — das ist der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem erlaubten deutschen Wettgeschäft heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Angelegenheit. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt; ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung ist die Regel, vor der ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen erlauben darf.

Was auf einem Sandplatzturnier überhaupt gespielt werden darf, ist ebenfalls geregelt. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind gesperrt — in der Praxis der Aufsicht zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind unzulässig, Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse ebenfalls. E-Sport ist kein zugelassenes Wettfeld: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein Cash-out ist gesetzlich nicht geregelt — es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters und keine Vorschrift, und wer sie nutzt, nutzt sie zu den Bedingungen des Hauses.

Steuer: 5,3 % auf eine Basis, die nicht der Einsatz ist

Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Geschuldet wird sie von der Veranstalterin oder dem Veranstalter der Wette, nicht von der Person, die setzt. Und ob und wie sie an die Wettenden weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter; belastbar ist dazu nur, was in dessen eigenen Bedingungen steht.

Zwei Nebenfolgen sind wichtiger als die Zahl. Erstens: Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis. Eine gezahlte Steuer ist also kein Nachweis einer Erlaubnis, und ein Anbieter, der mit ihr wirbt, hat nichts bewiesen. Zweitens: Der Gewinn eines privaten Wettenden ist auf primärer Ebene nicht abschließend geregelt — hier führt der Weg zum Steuerberater, nicht in ein Vergleichsportal.

Und ein dritter Punkt, der in der Werbung untergeht: Für Sportwettenboni hat das GlüStV keine Regel, die Beträge, Umsatzbedingungen oder Mindestquoten festlegt. Alles, was ein Bonus verlangt, steht in den Bedingungen des Anbieters, der ihn gibt.

Der Sandplatz, die Warnung und das Offshore-Angebot

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, die Sportwetten nach Deutschland richten, veranstalten unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Der zweite Teil dieser Warnung ist der wichtigere: Was auf einem Offshore-Konto fehlt, fehlt vollständig — kein OASIS, keine LUGAS, kein Einzahlungslimit, keine deutsche Aufsicht und kein deutscher Rechtsweg. Diese vier Punkte sind keine Beruhigungsformel, sondern die Erklärung, weshalb dort höhere Limits möglich sind: weil diejenigen fehlen, die jemandem sonst eine Grenze setzen.

Die zivilrechtliche Seite ist in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus folgt kein Anspruch für irgendwen, und es folgt erst recht keine Empfehlung. Es folgt nur eine Feststellung: Wer heute bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis setzt, setzt in einem Rechtsfeld, das sich gerade bewegt, und zwar in eine Richtung, die für Anbieter unbequem ist.

Auf der anderen Seite der Rechnung steht ein Preis, den die Werbung für erlaubte Anbieter nie nennt. Die deutsche Erlaubnis kostet den Wettenden Bequemlichkeit: 1.000 € Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung, Zahlung nur vom eigenen Konto. Wer das nicht will, findet Wege daran vorbei. Wer Schutz will, muss ihn annehmen. Es gibt keinen dritten Weg, und jeder Anbieter, der einen verspricht, verkauft ihn zu einem Preis, der nicht auf dem Wettschein steht.

Das Bild, das bleibt, wenn man sich diese zwei Wochen Sandplatz vergegenwärtigt, ist kein Quotenbild. Es ist die Waage: auf der einen Seite ein Kontingent, das die Aufsicht nach wirtschaftlichem Nachweis ausweitet, auf der anderen Seite eine Menge Matches, die an einem Nachmittag dreißig Einsätze erlaubt. Der Werkzeugkasten für die zweite Seite ist größer als für die erste, aber nur einen davon bekommt man ohne Papierkram.

Häufige Fragen zu French Open Wetten

Wer hat die French Open 2026 gewonnen?

Bei den Herren gewann Alexander Zverev aus Deutschland das Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli; bei den Damen setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Das Turnier lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand und ist damit abgerechnet. Für Wetten darauf sind die Ergebnisse ohne Belang.

Worin unterscheiden sich Siegwette, Satzwette und Handicapwette?

Die Siegwette braucht den Gewinner des Matches, die Satzwette nur den Gewinner eines einzelnen Satzes, das Handicap verschiebt das Ergebnis um Spiele, Sätze oder Games zugunsten des Außenseiters. Kurze Märkte enthalten mehr Marge, weil der Buchmacher sie enger bepreist. Achten Sie beim Vergleich auf Kurs und auf das Wettprogramm.

Welche Live-Wetten sind bei einem Tennismatch erlaubt?

In Deutschland erlaubt sind Live-Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Tennis ist damit der nächste Satz spielbar, der nächste Punkt nicht; beim Fußball das nächste Tor, beim Basketball nicht der nächste Korb. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende.

Wie rechne ich die Auszahlung einer Siegwette aus, und was macht die Steuer?

Der Rückfluss ist Einsatz mal Quote, der Gewinn Einsatz mal Quote minus Einsatz; bei 20 € auf 1,90 kommen also 38 € zurück. Die Sportwettensteuer von 5,3 % der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob er sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen.

Woran erkenne ich auf der Whitelist eine deutsche Tennis-Erlaubnis?

Auf der amtlichen Whitelist der GGL steht neben dem Markennamen die Betreibergesellschaft, die die Sportwettenerlaubnis hält, mit Erteilungs- und Folgeerlappnisdatum; Sportwetten darf nur die dort gelistete Domain annehmen. Eine .de-Endung allein beweist nichts. Prüfen Sie außerdem, ob nur das Sportangebot gelistet ist und nicht ein Casino-Permit derselben Firma.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten in Deutschland»