Regionalliga wetten im Jahr 2026: erlaubt ist die vierte Liga nicht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Stand: 30. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 02.10.2026, sowie gegen die Nutzungsbedingungen der genannten Anbieter.

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

Es gibt einen Satz, der jede Frage nach der Regionalliga beantwortet, und er steht in keiner Werbung: Sportwetten auf Veranstaltungen, an denen überwiegend Amateure teilnehmen, sind unerlaubt. Fußball unterhalb der 3. Liga zählt in der Verwaltungspraxis der Aufsicht als Amateurbereich. Damit ist die Regionalliga nicht ein Angebot, das ein Anbieter gerade nicht führt, sondern ein Angebot, das ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis nicht führen darf. Wer trotzdem Quoten für die Staffel West, Nordost oder Bayern findet, findet sie bei jemandem, der außerhalb dieser Erlaubnis arbeitet.

Das ist unbequem, weil die Liga so nah aussieht. Fünf Staffeln, je 18 bis 20 Mannschaften, ein Aufstiegsrennen mit direkten Plätzen und einem Playoff um den vierten Aufsteiger, dazu Derbys zwischen Vereinen, deren Stadion man mit dem Fahrrad erreicht. Ein Buchmacher muss also nicht weiße Flecken auf einem Wettschein lassen, weil die Regionalliga unwichtig ist. Er lässt sie frei, weil ihre Spiele für ihn tabu sind. Der Wunsch nach einer Wette ist damit nicht verschwunden — er ist nur umgezogen, zu Anbietern ohne Whitelist-Eintrag, ohne OASIS, ohne LUGAS und ohne deutschen Rechtsweg.

Was auf dieser Seite niemand findet: eine Siegprognose für ein Staffelspiel. Wer eine Quote auf ein Fußballspiel in der vierten Liga sieht, sieht eine Zahl, gegen die nichts spricht und für die nichts bürgt. Die Zahlen und Grenzen, die es wirklich gibt, stehen stattdessen hier.

Warum die Regionalliga im Angebot fehlt, bevor sie ein Wettschein wird

Die Ligaordnung der Regionalliga erklärt mehr über das Wettangebot als jedes Wettprogramm. Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Ihre erste Saison war 1963, ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09. Zur Saison 2012/13 wechselte die Hauptverantwortlichkeit vom DFB zu fünf Ligaverbänden.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Diese Zahlen braucht man nicht als Fußballgeschichte. Man braucht sie als Begründung dafür, dass ein Anbieter kein Land sieht, in dem er die vierte Liga anfassen dürfte. Vor dem BGH, dem Verbot von Veranstaltungen mit überwiegend Amateuren und der Whitelist der Aufsicht hängt jede einzelne Marktzeile.

Fünf Verbände, fünf Spielordnungen, fünf Aufstiegswege mit unterschiedlichem Ablauf — das ist im Sportbetrieb lebendig und im Sportwettprogramm tödlich. Ein Veranstalter von Sportwetten braucht Meldungen von einer Stelle, einen einheitlichen Rahmenterminplan, eine verlässliche Satzungslage. Die Regionalverbände liefern ihre Saison eigenständig ab, mit eigenen Spieltagen, eigenen Verlegungen, eigenen Zurückziehungen im Winter. Ein Wettbewerb, den fünf Verbände verwalten, ist für einen einheitlichen Markt kein Wettbewerb, sondern ein Stapel Ausnahmen.

Dazu kommt die Papierform. Wer Spiele mit 300 Zuschauern ansetzt, wer Reservespieler einsetzt, wer einen Trainer während der Saison wechselt, liefert keine belastbare Basis. Das ist keine Wertung — es ist der Grund, warum man in unteren Ligen gelegentlich auf ein 0:7 stößt, auf das kein Satz Quoten zu setzen gewesen wäre.

Und dann ist da der Wettbewerb gegen die eigenen Angebote. Die 3. Liga hat dieselbe Uhrzeit, dieselbe Fernsehbühne, teilweise dieselben Städte und ist zulässig. Ein Anbieter, der am Freitagabend zwei Spiele listet, ist nicht knapp an einem dritten, sondern wird vom dritten abgelenkt. Das ist das Muster, das die Angebotslücke erklärt: Wo zwischen Tabellenkeller und drittklassigem Nachwuchs die Grenze verläuft, verläuft sie ganz genau zwischen dem, was die Aufsicht geschlossen hält, und dem, was sie offen lässt.

Die Grenze hat übrigens eine Geschichte, die man kennen sollte, weil sie in Rankings gern ausgeblendet wird. Dass die vierte Liga als Amateurbereich gilt, war nie Teil des politischen Getöses um das Glücksspiel. Es war immer Praxis. Die Aufsicht prüft heute, was auf dem Platz steht, und nicht, wie viele Zuschauer oder Mittel da sind. Sobald ein Spiel überwiegend mit Nicht-Amateuren besetzt ist, fällt die Abgrenzung anders aus. Eine Fördermenge ändert daran nichts.

Die Grenze bei der vierten Spielklasse: was erlaubt ist und was nicht

Man kann sich die Grenze wie ein Regal vorstellen, und das Regal ist nach unten geschlossen. Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis sind Wetten auf Bundesliga und Champions League längst Alltag. Die 2. Bundesliga, die 3. Liga und der DFB-Pokal gehören ebenfalls in dieses Regal. Die vierte Liga und alles darunter fällt aus dem Regal heraus, nicht weil sie langweiliger oder unbedeutender wären, sondern weil die Aufsicht den Amateurstatus an der Spielklasse festmacht. Amateure heißt hier: die Veranstaltung findet überwiegend zwischen Menschen statt, für die der Fußball nicht der Beruf ist. Sobald das der Fall ist, ist von der Möglichkeit einer Sportwette nichts mehr übrig. Für einen Anbieter, der eine Erlaubnis nach dem GlüStV hält, bedeutet das den Verzicht; für den Spielenden bedeutet es, dass es kein falsch verstandenes Angebot gibt, das ein Versehen ist.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der Rahmen, den die Aufsicht zieht

Der Rahmen ist eng gezogen und er ist nicht verhandelbar. Festquoten-Wetten gibt es auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzelwette oder als Kombiwette (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Von den möglichen Wettarten sind nur die erlaubt, die die Behörde in das Sportwettprogramm aufgenommen hat (§ 21 Abs. 5). Nicht erlaubt sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — hier setzt die Behörde den Fußball unterhalb der 3. Liga an —, außerdem manipulationsträchtige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind von vornherein ausgeschlossen. Das ist der Grund, warum die Fehlanzeige bei der Regionalliga für alle zehn Anbieter im Angebot gilt und nicht nur für die mit einem ohnehin schmalen Programm.

Wer den Eintrag trägt, trägt nur die Domain

Erlaubt ist nicht das Branding, erlaubt ist die Domain. Auf der Whitelist steht jeweils ein Name, unter dem das Sportwetten-Angebot läuft. Ein Halter, der auf seiner anderen Domain ein Casino oder ein virtuelles Automatenspiel betreibt, besitzt dafür eine separate Erlaubnis mit eigenen Regeln — das sagt über das Sportwetten-Angebot auf der Sportdomain nichts. Wer also prüft, ob ein Anbieter Sportwetten anbieten darf, schaut nicht auf den Markennamen, sondern auf den Domain-Eintrag unter der Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts; jeder Eintrag der Liste trägt eine, und ein Verstoß gegen deutsches Recht trägt auch eine.

Und wer auf der Whitelist steht, ist eine Nummer und kein Vorschlag. Auf dem Stand vom 2. Oktober 2026 führt die Liste 30 Einträge: 27 Halter mit Erlaubnis für Sportwetten, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei Halter, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Wer diese Zahl liest, sieht sofort, was von einer Formulierung wie „bestes Angebot für Regionalliga-Wetten“ zu halten ist. Sie beschreibt nicht eine Liga, die da wäre, sondern eine Liga, die es im erlaubten Angebot nicht gibt.

Wer trotzdem für die vierte Liga wirbt

Wer mit der vierten Liga wirbt, tut das ohne Erlaubnis — und das steht nicht im Kleingedruckten. Das Veranstalten von Sportwetten gegenüber Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung; die Aufsicht warnt ausdrücklich vor solchen Angeboten. Solche Seiten zahlen keine Wettensteuer, und zwar unabhängig davon, ob der Betreiber seine Lizenz hat. Die Steuer bezahlt der Veranstalter, nie der Spielende.

Das führt direkt zu einer zweiten Grenze, die viele für Nebensache halten: Verifizierung. Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis findet die Verifizierung vor dem ersten Einsatz statt. Beim Anbieter ohne Eintrag fehlt in der Regel genau das — und mit ihr die Kontrolle, die verhindert, dass Minderjährige oder gesperrte Personen ihr Konto irgendwo öffnen.

Neben dem fehlenden Limit steht noch etwas, das man erst im Streitfall merkt: Es fehlt die gesicherte Auszahlung. Bei einem erlaubten Anbieter sind die Spieler‐Guthaben auf einem treuhänderischen Konto außerhalb der Insolvenzmasse geparkt; schließt man das Konto, wird der Restbestand innerhalb von fünf Werktagen und ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Bei einem Anbieter ohne diesen Rahmen ist die Forderung ein gewöhnlicher Anspruch gegen ein ausländisches Unternehmen — und die Frage, wo man ihn durchsetzt, stellt sich erst, wenn man ihn braucht.

Der Aufwand eines Anbieters, bevor sein Sportwettprogramm erscheint

Zwischen dem Wunsch eines Wettenden und dem ersten Angebot steht mehr als das Branding, und das erklärt, warum der Aufwand nicht verstreut wird. Wer Sportwetten anbieten will, braucht die Erlaubnis der Aufsicht, ein Sportwettprogramm, das von der Aufsicht genehmigt ist, und ein System, das bei jedem Login die Sperrdatei prüft. Dazu kommen die Vorgaben aus dem GlüStV: Einzahlungslimiten, Aktivitätsdatei, Panikbutton. Jeder dieser Punkte kostet Geld, bevor der erste Euro Wetteinsatz fließt. Für einen Anbieter ist die Regionalliga also nicht das größte Problem eines Wettscheins, sondern ein weiteres Gremium, das Werkzeug, Lizenz und Aufsicht verlangt — und genau diese Marge ist es, die zu der Grenze führt, die er freiwillig nicht überschreitet.

Responsible gambling: warum ein Regionalliga-Wettschein nicht in diese Liste gehört

Wenn hier etwas fehlt, fehlt dem Leser am meisten. Bei Angeboten mit deutscher Erlaubnis beginnt der Schutz beim Mindestalter: Wer an Sportwetten teilnehmen will, muss 18 Jahre alt sein (§ 4 Abs. 3). Dazu gilt ein Konto pro Anbieter, das vollständig verifiziert sein muss; vor der Verifizierung darf maximal 72 Stunden gespielt werden, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen (§ 6a).

Einzahlungslimit, Sperrdatei und Panikbutton

Das Einzahlungslimit liegt bei erlaubten Anbietern standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, umgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person einen höheren Betrag eintragen — bis 10.000 €, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler 10.000-30.000 € — aber nur bei nachweisbaren wirtschaftlichen Verhältnissen; eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen. Dazu tritt die Spaßbremse aus § 6h: Parallelspielen ist über die Aktivitätsdatei unterbunden. OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login geprüft wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn man einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.

Diese Werkzeuge hängen an der deutschen Erlaubnis, nicht am Fußball. Deshalb greift bei einem Anbieter, der die Regionalliga listet, keines davon. Die Sperrdatei, mit der jemand sich selbst den Zugang sperrt, ist auf einer Offshore-Seite nicht vorhanden. Wer dort einzahlt, hat kein Limit, das ihn nach 1.000 € im Monat stoppt, hat keine Aktivitätsdatei, die einen Zweitaccount findet, und hat keine Sperre, die für ein Jahr hält, weil er sie selbst ausgelöst hat. Es ist kein Nebenaspekt, sondern derselbe Mangel, aus dem die ganze Angebotssituation entsteht: Die vierte Liga wird dort gespielt, wo der Schutz fehlt.

Zahlungswege und Kontoauszug

Es lohnt sich, einen zweiten Blick auf die Zahlungswege zu werfen, denn sie geben den Verstoß oft schneller preis als das Impressum. Erlaubt sind Ein- und Auszahlungen nur über ein auf den eigenen Namen lautendes Zahlungskonto bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut (§ 6b Abs. 4); anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Genau dieser Punkt hält anonyme Krypto-Dienste und anonyme Prepaid-Lösungen vom erlaubten deutschen Sportwetten-Angebot fern. Landet also ein Regionalliga-Wettschein bei einem Anbieter, bei dem man per Krypto bezahlen kann, ist das kein Vorteil des Angebots, sondern ein Hinweis auf den Rahmen, in dem es steht. Auch welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und nur aus seinen Bedingungen zu belegen.

Wenn es ernst wird

Bei einem erlaubten Anbieter gibt es einen Weg, wenn das Spiel kippt. Man kann das Konto schließen und den Restbestand ausgezahlt bekommen. Bei einem Anbieter außerhalb von OASIS und LUGAS gibt es diesen Weg nur in einem anderen Land, vor einem anderen Gericht, zu einem anderen Zeitpunkt. Wer heute eine Wette auf ein Regionalliga-Spiel abschließen will, sollte diesen Punkt nicht als Fußnote behandeln: Kein Kontoauszug, keine Beratung, keine Sperre und keine Rückforderung entscheidet sich in dem Moment, in dem man den Wettschein abschickt, sondern in dem Moment, in dem er zählt.

Wettarten und Quoten bei einer Liga, die kein erlaubter Anbieter anbietet

Wer wissen will, mit welchen Wettarten er auf ein Regionalliga-Spiel setzen könnte, findet sie bei jedem erlaubten Anbieter erklärt. Sie gehören nur nicht zu dieser Liga. Sieger, Handicap, Tore, Über/Unter, Halbzeit/Ende, Sonderwetten — das ist das Repertoire, das man von Bundesliga-Spielen kennt. Genau dieses Repertoire ist für die vierte Liga nicht vorgesehen.

Wie eine Kombiwette entsteht

Eine Kombiwette bündelt mehrere Auswahlen zu einem Wettschein, und die Quote jedes Beins fließt multiplikativ in die Gesamtquote ein. Das ist der Grund, warum Kombiwetten bei wenig besetzten Ligen so verlockend wirken und so selten halten: Fünf Auswahlen mit einer Quote um 2,00 ergeben rechnerisch rund das Zweiunddreißigfache, aber jede einzelne Auswahl kann den ganzen Schein kippen. Genau diese Dynamik ist auf ein Angebot angewiesen, das es bei keinem erlaubten Anbieter für die Regionalliga gibt. Andere Formate wie die Systemwette und die inzwischen weit verbreiteten Varianten mit einem festen Set an Auswahlen findet man bei vielen Anbietern, aber nicht für Spiele, die als Amateurveranstaltung nicht wettbar sind.

Die Marge, die in jeder Quote steckt

Ein Beispiel, das man an jedem Erstligaspiel überprüfen kann: eine 1X2-Gesamtquote von 2,10 / 3,40 / 3,60. Kehrwert-Bildung und Addition ergeben für den Auszahlungsanteil dieses Marktes 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 0,96608, also rund 96,6 %. Die Marge beträgt damit rund 3,4 %, aber nur unter der Bedingung, dass sie tatsächlich so gesetzt ist — bei einem Zweitliga-Spiel mit zwei klaren Favoriten und einem dritten Ausgang im Keller geht die Zahl über 3,4 % hinaus, bei einem internationalen Topspiel mit hoher Liquidität darunter. Die Prozentzahl nennt also einen Rahmen, keine Eigenschaft des Anbieters. Sie hängt am Markt, nicht an der Marke, und sie wächst mit der Zahl der Ausgänge und mit der Zeit nach Anpfiff.

Diese Rechnung ist eine Schätzung des Anteils der Einsätze, den der Markt im Durchschnitt zurückgibt — nicht ein Versprechen für einen einzelnen Wettschein. Dasselbe gilt für jede Quote, die ein Wettanbieter für ein Regionalliga-Spiel ausweist; sie kommt aus einem Markt, der ohne Aufsicht entsteht, und ist an keiner offiziellen Stelle nachprüfbar.

Und jetzt die Pointe: Diese Marge, die man für die Bundesliga ausrechnen kann, lässt sich für die Regionalliga nicht bestimmen, weil kein zulässiger Anbieter Quoten für sie führt. Wer hier trotzdem eine Zahl findet, findet sie nicht. Das ist keine Kleinigkeit im Wettmarkt. Wer mehrere Angebote vergleicht, vergleicht eine Zahl mit einer anderen, die aus einem anderen Markt stammt — und das ist noch der harmlose Fall.

Und noch eine Marge ist gerne unsichtbar, und wer in einer Liga mit weniger Spielen unterwegs ist, spürt sie zuerst. Bei Quoten, die wegen fehlender Alternativen höher ausfallen, verschwindet der Vorteil nicht, er wird nur schwieriger zu erkennen.

Sportarten und Wettbewerbe: was in den Ligen steckt

Die wichtigen Ligen sind nicht knapp, sie sind reichlich da. In der Bundesliga, der 2. Bundesliga, der 3. Liga, der Champions League und der Europa League sind Spiele und Märkte vorhanden, und diese Wettbewerbe sind bei erlaubten Anbietern das Grundnahrungsmittel. Wer tatsächlich Regionalliga-Spiele sehen will, muss sich die Liste der Staffeln vornehmen: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern, je 18 bis 20 Mannschaften, mit Aufstiegs-Playoffs, in denen die restlichen zwei Staffelmeister den vierten Aufsteiger ausspielen.

Ein Vergleich der Wege in die Regionalliga

Wer schon dabei ist, kann sich den Aufstiegsweg merken, weil er die Regionalliga über die Jahre verändert und jede Saison neu erklärt: drei Meister stehen direkt in der 3. Liga, zwei Meister spielen den vierten Platz aus. Wenn also die Diskussion um den Aufstieg einer Staffel entbrennt, lässt sich das immer in dieser Reihenfolge abbilden. So wichtig das ist, so wenig ändert es die Agenda eines erlaubten Anbieters: An der Sportwettbarkeit ändert das kein Stück. Der Aufstieg in die dritte Liga hebt die Liga nicht auf, weil die Abgrenzung erst mit der nächsthöheren Liga greift. Der Sprung dorthin ist auch der beste Grund, einem Regionalliga-Verein zu folgen — nur ist dieser Sold außerhalb eines Wettscheins ausbezahlt.

Wo die Quellen tatsächlich stark sind

Wer vergleichen will, sollte den Vergleich dort ansetzen, wo er eine Aussage hat. In den Bundesliga-Märkten ist das möglich, denn hier gibt es die Erkenntnisbasis. Bei der 3. Liga erst recht. Aber es gibt einen weiten Bereich, wo die Sportwetten-Vergleichsseiten die Regel falsch darstellen, indem sie aus der Liste der Sportarten, die ein Anbieter im Programm führt, auf ein Angebot für eine bestimmte Liga schließen. Man sieht also Sportarten und Wettbewerbe, aber das Angebot der Regionalliga bleibt bei keinem Anbieter, der die Erlaubnis hat.

Der Vergleich der erlaubten Anbieter: ein Angebot ohne die vierte Liga

Die folgenden zehn Anbieter haben alle eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten und stehen auf der Whitelist. Sie sind ausdrücklich keine Empfehlung und keine Rangfolge: Sie sind geprüft, und der Vergleich zeigt, was jede Erlaubnis umfasst und wo die vierte Liga bei keinem von ihnen auftaucht. Und genau das ist der eigentliche Befund: Die Angebotstiefe unterscheidet sich, die Ligenabdeckung für die Regionalliga nicht.

Anbieter Whitelist-Eintrag und Halter Sportwetten-Erlaubnis seit
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportwetten.de NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
VBet SCGO Limited 05.12.2023
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Was die Tabelle nicht zeigt, aber entscheidet: Keine der Domains trägt eine Regionalliga. Das ist keine Lücke im Datenbestand, sondern die Rechtslage, die oben steht. Fünf der zehn Erlaubnisse stammen aus dem Jahr 2020, zwei aus 2021; die jüngsten drei aus 2023.

Die Anbieter im Einzelnen

Betano: Sportwetten mit zwei Nachfolge-Erlaubnissen

Betano hält die Sportwetten-Erlaubnis für seine deutsche Domain seit dem 19. Februar 2021, eine Nachfolge-Erlaubnis datiert auf den 16. Dezember 2022; als Halter führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited. Die Regionalliga ist damit kein Thema, weil die Erlaubnis sie nicht umfasst. Interessanter ist, was die App verspricht: Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Wer die vierte Liga sucht, findet bei Betano die vierte Liga nicht — und wer sich für die Zahl der Features entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass genau diese Features nicht für die vierte Liga verfügbar sind.

Sportwetten.de: die Domain, die ein anderer hält

Die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara auf Malta ist im Verzeichnis der Aufsicht für Sportwetten.de geführt; die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 19. November 2020 und wurde am 16. Dezember 2022 nachgeführt. Das ist der interessante Punkt bei diesem Anbieter: Der Name klingt nach Kategorie, aber der Eintrag zählt. Wer prüfen will, ob eine Regionalliga-Wette hier möglich ist, prüft den Domain-Eintrag und nicht das Logo.

Hier ist die Marke also nicht das Programm. Kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis hat die vierte Liga im Angebot, und wer dort etwas anderes sieht, hat nicht denselben Anbieter vor sich. Der Blick auf die Whitelist ersetzt die Vermutung.

Sportingbet: Konfigurator und Live-Wetten statt vierter Liga

Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Erlaubnis führt die Sportingbet (Deutschland) Limited, erstmals am 9. Oktober 2020 erteilt und am 21. Dezember 2022 nachgeführt. Damit ist auch hier der Befund derselbe: Die vierte Liga findet man nicht, aber nicht, weil die Anbieter nicht wollen, sondern weil es keine anderen gibt.

Betway: Cash-Out mit grünem Symbol

Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Erlaubnis hält die Betway Limited; sie datiert vom 9. März 2021 mit Nachführung vom 23. Dezember 2022.

Interessanter als die Liste der Funktionen ist die Frage, wofür der Cash-Out gebraucht wird. Bei einem Spiel, das 90 Minuten ohne TV-Bilder läuft, ist die Live-Komponente wertlos. Für die vierte Liga bleibt also auch bei einem funktionsreichen Anbieter nichts.

888sport: eine Gruppe, die schon lange am Markt ist

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain führt die 888 Germany Limited, erteilt am 30. Juni 2021 und am 15. Dezember 2022 nachgeführt. Die britische Notierung erklärt die Größe des Hauses, nicht seine Ligenauswahl; die vierte Liga bleibt in jedem Fall unerreichbar.

VBet: seit 2023 auf der Liste

Die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s auf Malta veranstaltet die Sportwetten unter Vbet.de; die Aufsicht verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Das ist eine der jüngsten Erlaubnisse der Gruppe, was für einen Anbieter spricht, der den Markt ohne Altlasten betritt. Der Bereich unterhalb der 3. Liga bleibt dennoch für alle Erlaubnishalter derselbe — versperrt.

MERKUR BETS: über 70 Sportarten und trotzdem keine vierte Liga

Bei MERKUR BETS hat die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s auf Malta die Sportwetten-Erlaubnis inne; sie besteht seit dem 6. November 2023. Die App für Android und iOS ist kostenlos und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“; in derselben App steckt auch MERKUR SLOTS.

Solche Zahlen klingen nach Vielfalt, und sie sind es auch. Sie sagen nur nichts über die Ligenabdeckung. Eine Zahl, die die Sportarten zählt, nimmt keine Spielklasse in das Programm auf. Die Regionalliga fehlt auch hier, und sie fehlt mit derselben Begründung wie bei allen anderen.

AdmiralBet: Erlaubnis seit 2020, zahlreiche Verlängerungen

AdmiralBet wird auf der Whitelist der Aufsicht von der Greentube Betting Malta Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für die virtuellen Automatenspiele auf einer anderen Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Der Automaten-Teil ist eine eigene Erlaubnis und damit eine eigene Welt. Ein vergleichsweise stabiles Verhältnis zu den Behörden ersetzt keine Regionalliga-Wette.

bet365: Hillside (Europe) ENC und die Whitelist

Als Anbieter von Bet365.de führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, mit Nachführung vom 27. Dezember 2022. Das ist einer der bekanntesten Namen am Markt, und dass ein Anbieter von dieser Größe eine deutsche Erlaubnis hält, sagt etwas über die Bedeutung des Standorts Deutschland — aber nicht über die Regionalliga. Auch hier: kein Regionalliga-Angebot, keine Ausnahme.

bpremium: Ladbrokes (Deutschland) Limited

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd betreibt Bpremium.de, hat ihren Sitz in Gzira auf Malta und ist unter der Registernummer C92799 geführt (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, mit Nachführung vom 21. Dezember 2022.

Interessant ist hier noch am ehesten die formale Seite: Die Marke ist ein Altname, der Betreiber ein anderer. Für die Frage nach dem Regionalliga-Angebot ändert das nichts.

Legality: was der Vergleich mit einer Whitelist eigentlich entscheidet

Die Aufsicht ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), handelnd auf Grundlage des GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht und ahndet (§ 28a); die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Aufsicht. Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist der einzige Nachweis einer Erlaubnis. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1); die Whitelist weist nur Erteilungsdaten aus, kein Enddatum.

Ein gemischtes Bild in der Rechtsprechung

Was passiert, wenn ein Anbieter ohne Erlaubnis in Deutschland Wetten annimmt, ist Gegenstand laufender Verfahren. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter grundsätzlich zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme soll gelten, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist keine Zusage an einzelne Spieler. Wer darauf spekuliert, sein Geld zurückzubekommen, weil er bei einem Anbieter ohne Erlaubnis gewettet hat, sollte die Verfahren verfolgen, statt sie als Kasse einzuplanen.

Was die Steuer mit der Auszahlung zu tun hat

Ein Posten, den man auf jedem Wettschein sieht, ohne ihn je bezahlt zu haben, ist die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG: 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht (5,3 ÷ 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spielenden (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung und nur aus seinen Bedingungen zu belegen.

Und die Steuer unterscheidet nicht nach Erlaubnis. Ein Anbieter ohne Erlaubnis schuldet sie genauso — dass Steuer abgeführt wird, ist also kein Nachweis einer Erlaubnis. Wer über die Steuer auf eine erlaubte Wette schließen will, schließt falsch: Der einzige Nachweis ist die Whitelist. Und was die vierte Liga angeht, ist auch die Steuer keine Rettung: Der Veranstalter kann sie abführen, obwohl er die Wette gar nicht anbieten darf.

Werbung, Boni und der fehlende Deckel

Die Werberegeln des GlüStV2021 binden die Werbung an die Erlaubnis: Werben darf nur, wer die Erlaubnis hält (§ 5 Abs. 7). Das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automatenspiele — Sportwetten sind davon nicht erfasst; eigene Regeln gelten für Sportwetten: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Und der Punkt, der beim Neukunden-Bonus alle betrifft: Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus festlegt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote ergeben sich allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer einen Bonus auf ein Regionalliga-Spiel setzen will, hat also zwei Probleme: den verbotenen Anlass und die Bedingung, die er vorher nicht gelesen hat.

Strafbarkeit: was nicht passiert

Kein Grund für Drama, aber auch kein Grund für Sorglosigkeit: Das Veranstalten unerlaubter Wetten ist nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfahren gegen einzelne Spielende sind nicht belegt. Das ist weder ein Freibrief noch eine Drohkulisse — es beschreibt den Bereich, in dem das Glücksspielrecht der Gerichte den Spielenden inzwischen mehr Aufmerksamkeit widmet als früher.

Regionalliga wetten in Deutschland: wer den Vorteil zieht und wer ihn bezahlt

Was bringt ein Vergleich, wenn alle zehn Anbieter am selben Punkt leer ausgehen? Zuerst eine Einsicht über die Angebote: Wer sich für die Regionalliga entscheidet, wählt nicht zwischen zehn Sportwetten-Anbietern, sondern zwischen zehn Anbietern und einem nicht zulässigen Weg, der als Angebot getarnt ist. Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern der Rechtslage.

Der Unterschied innerhalb der zehn ist real und er liegt fast nie bei den Ligen, sondern im Detail: die Domain, auf der die Sportwetten laufen, die Zahl der Jahre im deutschen Markt, die Ausstattung mit Cash-Out, Konfigurator, Live-Wetten, die Verbreitung von Live-Streams. Wen das interessiert, findet in der Übersicht eine saubere Entscheidungsgrundlage: wer seit 2020 dabei ist und wer erst 2023 dazukam, wer ein umfangreiches und wer ein nüchternes Programm hat. Die vierte Liga kann keiner anbieten.

Wer jetzt trotzdem überlegt, ob ein Anbieter ohne Eintrag der Weg ist, sollte die Frage richtig stellen. Er fragt nicht, ob es funktioniert. Er fragt, was er im Gegenzug aufgibt: das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat über alle Anbieter, die OASIS-Sperre, die nach eigenem Auslösen mindestens drei Monate hält, den Panikbutton, die Auszahlung aus einem treuhänderischen Konto. Das ist der Preis einer Wette auf die vierte Liga. Man kann ihn bezahlen wollen — nur günstig ist er nicht.

Und für wen die Regionalliga tatsächlich interessant ist? Für Fans. Für Menschen, die den eigenen Verein auf dem Sportplatz sehen, die Derbys verfolgen, die die Tabelle der Nordost-Staffel im Kopf haben. Diese Gruppe braucht keinen Wettschein. Sie braucht einen Spielplan, und der lässt sich im Sportverband nachlesen, so wie die Tabelle.

Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten

Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?

Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis nicht. Die vierte Liga gilt als Amateurbereich, und Sportwetten auf Veranstaltungen, an denen überwiegend Amateure teilnehmen, sind unerlaubt — für alle zehn Anbieter auf der Whitelist gleichermaßen. Wo Regionalliga-Quoten auftauchen, stammen sie von Anbietern außerhalb der deutschen Erlaubnis, ohne OASIS, LUGAS und deutschen Rechtsweg.

Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich?

Weil die Verwaltungspraxis der Aufsicht den Amateurstatus an der Spielklasse festmacht: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt dazu, weil dort überwiegend Menschen spielen, für die Fußball nicht der Beruf ist. Auch wenn es keine Regel ist, die Marge verbietet, greift an dieser Grenze das Verbot für Amateurveranstaltungen.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter mit Sitz im Ausland Regionalliga-Spiele listet?

Es bedeutet, dass dieser Anbieter in Deutschland ohne Erlaubnis handelt. Das ist unerlaubtes Glücksspiel, und eine ausländische Lizenz — etwa aus Curaçao, Anjouan oder Malta — hat in Deutschland keine Bedeutung. Wer dort einzahlt, verzichtet auf Einzahlungslimit, Sperrdatei und die Auszahlung aus dem Insolvenzschutz.

Wie erkennt man, ob ein Wettanbieter auf der Whitelist steht?

Man prüft den Domain-Eintrag in der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde, die nach § 9 Abs. 8 GlüStV geführt wird. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus. Nicht der Markenname zählt, sondern der Halter, der für die Sportwetten-Domain eingetragen ist; eine .de-Domain allein beweist nichts.

Welche Folgen hat es, wenn ein Anbieter außerhalb von OASIS und LUGAS arbeitet?

Der Spielende verliert die Werkzeuge, die ihn schützen sollen. Es gibt keinen Panikbutton, keine Selbstsperre, die mindestens drei Monate hält. Es gibt kein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, das anbieterübergreifend greift, und keine Aktivitätsdatei, die paralleles Spielen unterbindet.

Wie funktionieren Quoten und Auszahlung in höheren Ligen, und was macht die Sportwettensteuer?

In einem Markt mit Quoten von 2,10 / 3,40 / 3,60 liegt der Auszahlungsanteil rechnerisch bei rund 96,6 % — die Marge also bei rund 3,4 %, unter der Bedingung, dass diese Quoten so stehen. Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten in Deutschland»