Die besten Davis-Cup-Wettanbieter 2026 im Vergleich
Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026, ist die 114. Ausgabe des Länderkampfs und endet mit einem Finalturnier, dessen acht Teilnehmer bereits feststehen. Wer darauf setzen will, hat in Deutschland genau einen rechtlich sauberen Weg: einen Anbieter, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Zehn solcher Anbieter schauen wir uns hier genauer an — nach Erlaubnis, Tennisprogramm und den Bedingungen, die vor einem Tipp wirklich zählen.

Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.
Warum die Whitelist über jeden Anbietervergleich entscheidet
Ein Quotenvergleich beginnt selten mit dem Paragrafen. Er beginnt mit der Suche nach der besten Quote, und genau dort liegt das erste Risiko: Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis setzt, setzt bei unerlaubtem Glücksspiel. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verbindliche Prüfung, ob eine Website Sportwetten in Deutschland anbieten darf. Sie ist kein Gütesiegel, kein Ranking und keine Empfehlung. Sie ist eine Liste.

Und sie ist kurz. Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis, darunter zwei mit zusätzlicher Pferdewetten-Erlaubnis, sowie drei Halter, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede dort gelistete Domain endet auf .de. Umgekehrt gilt das nicht — eine .de-Adresse allein beweist nichts. Das ist die Falle, in die viele geraten: Sie sehen eine deutsche Domain, eine deutsche Hotline, eine deutsche AGB-Fassung und schließen daraus auf eine Erlaubnis. Die Endung ist Kosmetik. Die Liste ist der Beleg.
Was eine Erlaubnis konkret wert ist, zeigt ein Detail, das die wenigsten kennen: Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist eine andere Erlaubnis als eine für Sportwetten. Ein Halter darf also mit Casino auf der Whitelist stehen und für sein Sportwettenangebot trotzdem nicht. Wer die Liste liest, muss auf die richtige Spalte schauen, nicht auf den Namen.
Erlaubnis per Klick prüfen: So geht es in zwei Minuten
Die Prüfung ist kein Rechercheprojekt, sondern ein Abgleich in zwei Schritten.

Auf der Whitelist den Domainnamen des Anbieters suchen, nicht den Markennamen. Gesucht wird also der Eintrag unter der Adresse, die später im Browser steht.
Dann den Namen des Halters lesen. Der weicht regelmäßig vom beworbenen Markennamen ab: Hinter Bet365 steht die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta, hinter bwin die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, ebenfalls Malta, hinter NEO.bet die Greenvest Betting Limited. Ein deutscher Marktname und ein maltesischer Firmensitz schließen sich also nicht aus — sie sind in diesem Markt der Normalfall.
Was die Whitelist nicht liefert: ein Enddatum. Sie nennt nur das Erteilungsdatum. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, und ein Eintrag ohne Ablaufdatum bedeutet nicht, dass die Erlaubnis unbefristet gilt. Es bedeutet nur, dass die Liste dazu nichts sagt.
Sichtbar wird dort in vielen Fällen ein Erteilungsdatum und eine Folgeerlaubnis. Bet-at-home: Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet: seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. LeoVegas ist mit dem 21. Oktober 2024 ein vergleichsweise junger Eintrag im Sportwettenbereich. Wer die Liste liest, sieht also nicht nur, ob ein Anbieter erlaubt ist, sondern auch, wie lange er es schon ist.
Der Preis der Legalität: Was ein deutscher Anbieter nicht darf
Legalität ist kein Geschenk, sondern ein Tauschgeschäft, und der Leser sollte wissen, was er eintauscht. Eine deutsche Erlaubnis bringt eine Einzahlungsgrenze mit, eingeschränkte Live-Märkte, eine vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Sie bringt keine freie Preisgestaltung.
Tennis macht das besonders spürbar. Live darf während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf einen ähnlichen Bestandteil gesetzt werden, und zwar nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Der Nächste Satz im Tennis ist so ein Fall, das nächste Tor im Fußball ebenfalls. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht — sie passieren zu oft, das Verlusttempo pro Stunde wäre zu hoch. Das ist keine technische Lücke des Angebots, sondern der Zweck der Regel.
Dazu kommt: Amateurevents sind gesperrt. Nach der Praxis der Aufsicht zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und der Davis Cup selbst ist ein Profiwettbewerb, also kein Problem. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße fehlen ebenfalls. Und E-Sports? Die Aufsicht sagt schlicht, dass E-Sports nicht als Sport anerkannt ist — lizenzierte E-Sports-Wetten existieren in Deutschland nicht.
Was die Whitelist nicht über einen Anbieter sagt
Ein Eintrag belegt eine Erlaubnis, mehr nicht. Er belegt keine guten Quoten, kein dichtes Tennisprogramm, keinen fairen Bonus. Er sagt nichts über eine Auszahlungsgeschwindigkeit. Und er ist kein Freibrief für die gesamte Marke: Die Erlaubnis gilt für die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht, nicht für jede Seite desselben Halters.
Wo ein Marktplatz wächst, wächst auch der Graubereich daneben. Die Aufsicht hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei Platincasino namentlich genannt. Solche Warnungen richten sich nicht an Leute, die sich auskennen. Sie richten sich an die, die über eine Anzeige auf einer Seite landen, die aussieht wie jede andere.
Offshore und der Rückweg zum Geld
Wer ohne deutsche Erlaubnis anbietet, begeht unerlaubtes Glücksspiel, und eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz ändert daran in Deutschland nichts. Der Strafrahmen steht in den §§ 284 und 285 StGB: Veranstalten bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Beteiligung bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielerinnen und Spieler sind nicht belegt — die Drohkulisse, mit der manche Seiten arbeiten, ist also ebenso unseriös wie das Gegenteil zu behaupten.
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können — außer, eine Behörde hatte zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist das nicht. Eine Rückzahlung ist niemandem versprochen.
Die ehrliche Gegenüberstellung bleibt nüchtern. Offshore heißt: keine Erlaubnis, keine Anbindung an Sperr- und Limitdateien, kein deutscher Rechtsweg, im Gegenzug mitunter höhere Limits. Whitelist heißt: Rechtssicherheit und Spielerschutz, im Gegenzug 1.000 € Regelgrenze pro Monat, eingeschränkte Live-Märkte und volle Verifizierung. Wer beides nebeneinanderlegt, erkennt, dass der Unterschied nicht Bequemlichkeit ist, sondern Rückgriff.
Kontrolleure sind nicht die Steuerkasse
Ein Punkt, an dem sich viele Vergleichsseiten verheddern: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis und überwacht sie. Sie ist nicht die Finanzverwaltung. Steuern erhebt das Finanzamt.
Und dann ist da noch die Sportwettensteuer. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und diese Grundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst — unter dem Strich sind das rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht von der Person, die sie abschließt. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, entscheidet jeder für sich; das steht in den jeweiligen Bedingungen und nirgends sonst. Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis — sie ist kein Lizenznachweis. Die Formulierung „5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags)“ ist die korrekte Wiedergabe der gesetzlichen Grundlage.
Was die Schutzregeln mit einem Tennisabend machen
Schutzregeln lesen sich trockener als Quoten, und in einem Nachmittagsspiel mit fünf Sätzen spürt man sie zuerst. Ein Doppel geht drei Sätze, ein Länderduell an zwei Tagen mit bis zu vier Einzel und einem Doppel kann vier Stunden dauern. Wer verliert, verliert in Zeitlupe — und in diesen Fenstern entscheidet kein Tipp, sondern die eigene Vorsicht.
1.000 € im Monat, für alle Anbieter zusammen
Die Standardgrenze liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, und sie gilt über alle Anbieter hinweg. Das ist der Punkt, den fast jeder falsch erinnert: Es ist keine Grenze pro Buchmacher, sondern eine Gesamtgrenze, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer bei einem Anbieter 600 € und bei einem anderen 500 € einzahlen will, stößt beim zweiten Versuch an eine Wand, die er nicht selbst gebaut hat.
Und wer denkt, dass sich das mit gutem Einkommen einfach aufheben lässt, findet dort die zweite Wand: Ein Anbieter darf einem einzelnen Spieler eine höhere Grenze einräumen, wenn seine Erlaubnis das hergibt — bis 10.000 €, in besonderen Fällen bis 30.000 €, aber höchstens für 1 % seiner aktiven Spieler. Und nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Die Regel ist so gebaut, dass der Weg nach oben mühsam und der nach unten kurz ist. Das ist Absicht.
Registrierung, die ein Tennisspieler an zwei Abenden spürt
Ein Konto pro Anbieter ist die Regel, und es braucht eine vollständige Verifizierung. Vor dem Abschluss der Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit 100 € Einzahlungsgrenze — und Auszahlungen sind in dieser Zeit nicht möglich. Ein gewonnener Tipp wandert dann in die Prüfung statt aufs Konto.
Parallelspielen über mehrere Konten ist nach § 6h GlüStV gesperrt und wird über die Aktivitätsdatei erfasst. Wem nach der 1. Qualifikationsrunde im Februar ein Match im September dazwischenrutscht, wird das kaum merken. Wer zwei Konten eröffnet, merkt es sehr wohl.
Bei den Zahlungen ist der Weg schmaler als gewohnt: Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. Anonyme Zahlungswege fallen aus. Genau das hält Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraus — nicht aus Vorsicht, sondern weil der Anbieter die Mittel sonst nicht zuordnen kann. Was ein konkreter Anbieter akzeptiert, steht in seinen Bedingungen.
Sperrdatei und Panikbutton: der Weg zurück
Wer sich selbst sperren lassen will, geht über OASIS, das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login abgeglichen wird. Nennt der Spieler eine Frist, dauert die Sperre mindestens drei Monate; ohne Angabe mindestens ein Jahr. Das ist ein langes Fenster, und für Betroffene ist es in Ordnung so.
Wer es akut braucht, braucht nichts Langfristiges. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus, ohne Begründung und ohne Kündigung. Die drei Schutzwege haben unterschiedliche Fristen: 24 Stunden, mindestens drei Monate, mindestens ein Jahr. Wer auf einem ausländischen Portal spielt, hat keinen davon — es ist an OASIS und LUGAS nicht angebunden. Wer das in Kauf nimmt, sollte es bewusst tun.
Ein zweiter Punkt gehört hierher, weil er beim Geld ankommt: Spielerguthaben liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Wird das Konto geschlossen, wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen und ohne Gebühren ausgezahlt, nach § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV. Das ist die unspektakulärste Regel des ganzen Abschnitts und die einzige, die einen Totalverlust verhindert.
Sperren und Limits in der Reihenfolge, in der sie greifen
Ein Tennisspieler sollte wissen, was zuerst zieht. Vor der Verifizierung deckelt die 72-Stunden-Regel mit 100 € Einsatz, parallel sperrt der Panikbutton für einen Tag, und tagsüber greift die 1.000-€-Grenze über alle Anbieter.
Dann kommt OASIS — bei Registrierung und Login abgeglichen, mit einer Frist von mindestens drei Monaten oder mindestens einem Jahr, je nachdem, ob eine benannt wurde.
Und ganz am Ende wartet das Guthaben auf dem treuhänderisch geführten Konto. Was ein Tennisfan über 40 Turnierwochen braucht: die Grenze im Blick, nicht das Limit. Wer drei Anbieter parallel hält, stößt bei jedem einzelnen davon an dieselbe Summe.
Der Davis Cup 2026: 114. Ausgabe, acht Nationen, ein Plan
Der Wettbewerb ist älter als jede Sportwetten-Lizenz in Deutschland, und sein Format ist der eigentliche Grund, warum er sich kaum wie eine normale Tenniswoche bespielen lässt. Die erste Austragung 1900 war die Begegnung USA gegen Großbritannien in Boston; veranstaltet wird das Ganze vom Tennis-Weltverband ITF. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Siegen vor Australien mit 28, davon vier als Australasien.
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final-8-Turnier sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber. Zum Zeitpunkt dieser Seite steht das Finalturnier noch aus. Italien hatte die Ausgabe 2025 im Finale von Bologna gegen Spanien mit 2:0 gewonnen.
Zwei Tage, drei oder fünf Partien — die Zahl, die Quoten umdreht
Jede Begegnung wird an zwei Tagen mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgetragen, alle Partien im Best-of-Three, also bis zwei Gewinnsätze. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Im Finalturnier sind es sogar nur drei Partien pro Begegnung: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel.
Auf welches Duell gesetzt werden darf, hängt davon ab, ob es noch angesetzt ist — und das kann sich mitten am zweiten Tag ändern. Wer sein Angebot nach dem Spielplan plant, deckt die Samstagspartien ab. Wer das Doppel am zweiten Tag einkalkuliert, plant im schlimmsten Fall 90 Minuten, die es nicht gibt.
Italien als Gastgeber, Deutschland als gesetzte Nation im Turnier
Zwei Mannschaften tragen die Vorberichterstattung: Italien, Titelverteidiger und Gastgeber, und Deutschland, qualifiziert. Von den zwei Finaltagen in Bologna hängen Preisgestaltung, Headline und Vorlauf ab, nicht immer die konditionsbezogenen Marktentscheidungen.
Auch die Teilnehmerzahl erzählt, wie weit der Wettbewerb ist. Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, 157 spielten. Wer den Aufstieg oder Abstieg im Blick behält, sollte sich mit der Analystenlogik für Länder- statt Einzelspieler-Tennis vertraut machen — bei der Nationalmannschaft zählen Kaderaufstellung, Oberflächenwahl (Sand, Hartplatz, Halle) und das Doppel, das den Teamcharakter prägt.
Quoten und die Marge — was ein Tennisspiel in Zahlen liefert
Quoten für Einzel- und Doppelspiele erzählen etwas: Sie verraten nichts über den Ausgang, aber alles über die Struktur des Angebots. Ein Doppel wird nach anderer Logik bepreist als ein Einzel, weil die Kombination zweier Spielerpaare nicht die Summe zweier Einzelquoten ist. Und wer die Quoten vergleicht, sieht Zahlen der Anbieter, nicht ihre Erwartung.
Rechnen wir das an einem illustrativen Zwei-Weg-Markt durch, der keine zitierte Quote eines Anbieters ist: Bei Quoten von 1,90 und 1,90 auf einen Markt mit genau diesen zwei Ausgängen zahlt der Markt über beide Seiten gerechnet nur einen Teil der Einsätze zurück. Die Auszahlungsquote folgt dabei allen Ausgängen eines Marktes; bei zwei gleichen Quoten von 1,90 und zwei gleich teuren Seiten ergibt sich ein Wert von 95,2 % über beide Seiten. Die Marge ist der Rest, also 4,8 %.
Wer 50 € auf einen dieser beiden Ausgänge setzt, bekommt bei einem Treffer 95 € zurück — 50 € Einsatz und 45 € Nettogewinn. Das ist eine Zahl, kein Versprechen. Sie hängt erstens an der Quote 1,90 und zweitens an genau zwei Ausgängen.
Und was macht die Sportwettensteuer mit dieser Rechnung? Sie wird auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst erhoben und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Was bei der Quote ankommt, entscheidet der Anbieter — dessen eigene Bedingungen, nicht die Rechnung des Spielers.
Deshalb gilt: Ist die Marge niedrig, aber die Live-Auswahl auf Tennis dünn, verliert der Spieler nicht an der Quote, sondern an der Auswahl. Der teurere Anbieter mit vollen Live-Märkten kann über 40 Turnierwochen der günstigere sein. Und genau dort, wo ein Haus die niedrigste Marge druckt, steht sie am Ende selten.
Wo der Davis Cup ins Programm passt — und wo nicht
Tennis ist kein Fußball, und das ist bei der Anbietersuche ein Vorteil. Wer zehn Buchmacher vergleicht, findet in jedem Programm ein Tenniseck. Die Unterschiede liegen weniger in der Sportart als in den Details: In welcher Tiefe ist der Wettbewerb einzelner Turniere abgebildet, wie lang ist die Vorlaufzeit, gibt es Live-Märkte und Zusatzmärkte oder nur die nackte Siegquote.
Wer auf einen einzelnen Tennistag setzt, braucht eine andere Programmvielfalt als jemand, der auf ein Länderduell über zwei Tage setzt. Für den setzt das Format Maßstäbe: Ein Spieler kann in der 2. Einzelpartie gewinnen, während die Begegnung nach drei Einzelsiegen schon entschieden ist. Der Tipp auf ein noch nicht gespieltes Doppel hat dann nie die Chance, aufzugehen.
Vier Live-Märkte sind es, die in Deutschland Tennis betreffen können: Endergebnis, nächster Satz, Sätze-Ergebnis und Spielergebnis. Der nächste Punkt fehlt. Wer live dabei sein will, sollte wissen, was nicht Teil dieses Angebots sein kann — sonst sucht er eine Wette, die es nicht gibt.
Bei einem Turnier, das 40 Wochen umfasst, sagt der Turnierverlauf übrigens wenig über die Quote aus. Die Zahl am Markt folgt dem Kapital, nicht einem Favoriten. Wer im Februar auf ein einzelnes Qualifikationsduell setzt, steht einer anderen Quotenbewegung gegenüber als im November vor dem Finale — mehr Volumen, mehr Information im Preis, aber nicht zwingend mehr Sicherheit.
Zehn Anbieter im Vergleich: Was die Whitelist belegt und was nicht
Wir haben zehn Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis nach denselben Merkmalen zusammengestellt. Nachfolgend steht, was die Whitelist pro Domain belegt: das Erlaubnisdatum liegt im Schnitt 2020 bis 2021, die Aufsicht nennt weder Enddatum noch Quoten. Mehr dazu in den Einzelportraits.
| Anbieter | Whitelist-Status und Namen des Inhabers | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Tipwin Limited | 9.10.2020 |
| bwin | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 9.10.2020 |
| bet-at-home | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited | 2.11.2020 |
| 888sport | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber 888 Germany Limited | 30.6.2021 |
| Betano | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.2.2021 |
| ODDSET | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Greenvest Betting Limited | 9.10.2020 |
| Betway | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Betway Limited | 9.3.2021 |
| Tipico | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber Tipico Co. Limited | 9.10.2020 |
| LeoVegas | Erlaubnis für Sportwetten; Inhaber LVSports Limited | 21.10.2024 |
Was die Spalte mit den Daten zeigt: Die erste Welle der Erlaubnisse 2020 und 2021 traf fast alle gleichzeitig, LeoVegas kam erst im Oktober 2024 dazu. Der Unterschied zwischen vier Jahren und einem halben Jahr Marktpräsenz ist größer als der zwischen zwei Quoten auf demselben Spiel.
Wie sich die Erlaubnis eines Halters prüft, steht im Abschnitt zur Whitelist. Hier bleibt nur: Bei allen zehn deckt sich die Erlaubnis mit der Domain, unter der die Sportwetten angeboten werden.
Die Einzelportraits
Die Reihenfolge ist keine Rangfolge — sie folgt der Aufstellung oben und stellt keinem Anbieter ein Zeugnis aus.
Tipwin: Partner des deutschen Basketballs
Das Breitensport-Engagement bei Tipwin fällt aus dem Rahmen: Das Unternehmen ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, und die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert, läuft damit mindestens drei weitere Jahre. Wer im Tennis sucht, findet hier keinen vergleichbaren Beleg — der Sport im Sponsoring ist ein anderer.
Auf der Whitelist steht für die Domain Tipwin die Tipwin Limited als Inhaberin, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Zwei Folgeerlaubnisse sind ungewöhnlich und sprechen dafür, dass die Aufsicht den Halter mindestens zweimal nachgeprüft hat; was im Einzelnen zu den Verlängerungen geführt hat, geht aus dem Eintrag nicht hervor.
Für Tennis bedeutet das nichts Gutes und nichts Schlechtes. Ein Sportwettenanbieter mit deutscher Erlaubnis muss ein Sportwettprogramm führen, das Tennis enthält; wie tief der Davis Cup darin abgebildet ist, zeigt erst das Programm selbst. Wer im Sommer ein bestimmtes Länderduell bepreist sehen will, prüft das vor einem Kontowechsel und nicht danach.
Der Nutzen dieses Eintrags liegt quer zum Sport: Ein Anbieter mit einem Sponsoring, das über Jahre vertraglich gebunden ist, verlässt den Markt nicht von einem Tag auf den anderen. Für einen Wettbewerb, der von Februar bis November läuft, ist das die relevante Größe — nicht die Quote. Wer in der 2. Qualifikationsrunde im September noch dieselbe Plattform vorfinden will wie im Februar, gewichtet Verlässlichkeit höher als einen Zehntelpunkt.
bwin: eine der ersten Erlaubnissen der ersten Welle
Für Bwin.de führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta. Die erste Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Damit steht bwin in der allerersten Gruppe der deutschen Sportwetten-Erlaubnisse überhaupt — jenes Datum, an dem der geregelte Markt begann.
Das klingt nach wenig und ist mehr, als es scheint. Wer schon vor der Regulierung im Markt war und sich in die Erlaubnispflicht hineinbewegt hat, kennt seine deutschen Verpflichtungen länger als jeder Anbieter der zweiten Welle. Die Kehrseite: Über mehr als fünf Jahre Marktpräsenz unter deutscher Erlaubnis sagt der Eintrag nichts aus, was ein Vergleich der Tennisquoten nachprüfen könnte. Das Erlaubnisdatum ist eine Fleißnote, keine Quotennote.
Der Eintrag hält sich an das, was er belegen kann, und genau so sollte ihn ein Leser behandeln: bwin ist einer von zehn Anbietern, die für Davis-Cup-Wetten überhaupt in Frage kommen. Wo jemand mit einem 50-€-Einsatz auf ein Doppel am zweiten Tag steht, entscheidet die Markttiefe und nicht das Datum von 2020.
Wer einen Anbieter mit einer klaren Aufsichtshistorie und langer Marktpräsenz will und die Quote erst danach liest, ist hier richtig aufgestellt.
bet-at-home: zwei Erlaubnisarten unter einem Halter
Auf der Whitelist ist für Bet-at-home.de die Bet-at-home.com Internet Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Zwei Erlaubnisse, ein Halter.
Der Sportwettenteil ist der, der für den Davis Cup zählt: Die Sporterlaubnis ist die ältere, und ihr Umfang ist der Sportwettenmarkt, nicht das Automatenspiel. Die zweite Erlaubnis zeigt dagegen einen Anbieter, dessen Aufmerksamkeit sich breiter verteilt. Wie sich das im Alltag niederschlägt — etwa in der Frage, ob Startseite und Promotion sichtbar auf den Sport oder auf das Automatenspiel zielen —, ist keine Frage des Rechts, sondern der Gestaltung.
Interessant ist für einen Tennisspieler nur eines: dass das Sportwettenangebot unter derselben Marke und derselben Erlaubnis steht, die die Aufsicht seit 2020 kennt. Wer sich an ein fertig eingerichtetes Konto setzen will statt an ein gerade entstandenes, findet hier eine der fünf Adressen, die seit dem Start des deutschen Erlaubnismarkts dabei sind.
Interessant ist für Tennis-Fans nur eines: Spielhallen-Seiten sind nicht der Sportwettenteil. Wer sein Budget über eine Marke steuert, darf Casino und Sportwetten nicht als ein Angebot rechnen.
888sport: eine börsennotierte Gruppe als Dach
Hinter 888sport steht als Inhaber die 888 Germany Limited; Konzernmutter ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 30. Juni 2021, die Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Ein Börsenmantel ist kein Qualitätsmerkmal für Quoten, aber er ändert die Art der Rechenschaft, die ein Anbieter ablegt: Berichtspflichten, Quartalszahlen, ein Vorstand, der nach außen erklärt. Wer ein Konto über Jahre hält, merkt davon wenig — bis es um Vertragsänderungen oder eine Marktrückzugsfrage geht. Dann ist ein gelistetes Unternehmen transparent und langsam, und Langsamkeit ist an dieser Stelle besser als Tempo.
Die Whitelist prüft dergleichen nicht. Sie nennt die Erlaubnis, und die liegt hier seit 2021. Was für den Davis Cup übrig bleibt, ist die Frage nach dem Tennisprogramm — der einzige Punkt, den weder Börsennotierung noch Whitelist-Eintrag beantworten kann. 888sport gehört zu den Anbietern, deren deutsche Repräsentanz über einen Konzern läuft, der nicht in Deutschland sitzt; die Namen in diesem Abschnitt zeigen, dass das der Normalfall ist, nicht die Ausnahme.
Wer einen Anbieter mit dokumentierter Konzernstruktur will und vor einer Entscheidung prüft, ob ein bestimmtes Final-8-Duell im Programm steht, wird hier fündig.
Betano: Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming in der App
Die Betano-App wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten, und die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von Fußball, Basketball, Football und Tennis-Grand-Slam-Turnieren. Die Whitelist führt für Betano die Betkick Sportsbetting Limited, erste Erlaubnis vom 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.
Die beworbenen Funktionen sind beschrieben, nicht zugesichert. Ein Bet Builder für Tennis heißt nicht, dass er für Davis-Cup-Begegnungen in derselben Tiefe gebaut ist wie für ein Fußballspiel — die Entwicklermitteilung nennt Tennis ausdrücklich nur bei den Grand-Slam-Streams, und ein Kombinationsmarkt setzt voraus, dass der Anbieter die beteiligten Einzelmärkte führt. Wer den Builder auf ein Länderduell setzen will, klickt sich durch und sieht in fünf Sekunden, ob er da ist.
Cash Out hat in derselben Beschreibung eine andere Qualität. Die Aufsicht kennt dazu keine Vorschrift, das ist namentlich in den Abschnitten zu den Live-Märkten dieser Seite nachzulesen. Der Ausstiegspreis ist ein Angebot, kein gesetzlicher Anspruch, und er folgt dem Marktstand in dem Moment, in dem er geklickt wird. Wer ihn als Absicherung betrachtet, sollte wissen, dass der Anbieter ihn jederzeit anders bepreisen kann. Eine Ausstiegstür ist kein Vertrag.
Wer im Sportwetten-Konto Live-Bilder zu einem Turnier erwartet, findet laut Beschreibung nur Grand-Slam-Streams; für den Davis Cup als Mannschaftsbewerb bleibt es bei Quoten. Wer ohne Streaming auskommt und den Builder schätzt, ist hier richtig — und findet im Abschnitt zum Wettbewerb, warum Live-Wetten auf Tennis ohnehin auf wenige Märkte begrenzt sind.
ODDSET: staatlich getragenes Sportwetten mit langer Historie
Inhaber der Domain ODDSET ist die ODDSET Sportwetten GmbH, der das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt hat. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. In der Whitelist steht die erste Erlaubnis mit dem 18. November 2020, dazu eine Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
ODDSET ist der einzige Anbieter dieser Liste mit einer sichtbaren Verbindung zu einer Landeslotterie-Verwaltung und der einzige mit einem klassischen Annahmestellennetz. Für einen Tennisspieler ist das praktisch schmal: Man betritt keinen Shop, um ein Einzel am zweiten Tag zu setzen. Der Wert liegt woanders — an einer Stelle, an der ein Konto über Jahrzehnte gehalten wurde und die Vertriebsform konservativer ist als bei jedem internationalen Anbieter.
Was das für Tennis bedeutet: Ein Sportwettenanbieter mit stationärem Netz betreibt sein Internetangebot nicht als Nebenstelle. Dass der Anbieter auch Pferdewetten in Deutschland anbietet, gehört in diesen Abschnitt, weil die Whitelist bei ODDSET eine Sportwetten-Erlaubnis ausweist. Wer ein Doppel am zweiten Tag setzen will, sollte die Marktvielfalt vorher im Programm prüfen.
Wer das gewohnte Umfeld eines deutschen Anbieters mit Anlaufstelle und langjähriger Aufsicht über alles andere stellt, ist hier besser aufgehoben als bei einer jungen Adresse.
NEO.bet: späte Erlaubnis mit derselben Spielmechanik
Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Daten gleichen denen der ersten Welle, obwohl die Marke als solche jünger wirkt.
Für die Davis-Cup-Frage ist das ein Hinweis auf etwas Nüchternes: Der Name einer Marke und das Alter ihres Erlaubniseintrags sind zwei verschiedene Dinge. Wer zum ersten Mal von NEO.bet hört, hört nicht von einem neuen Anbieter — sondern von einem, dessen Holding seit 2020 für Deutschland zugelassen ist.
Sportspezifisch ist bei diesem Eintrag nichts belegt: Wie tief der Tennissport in den Markt reicht, lässt die Liste offen. Das ist keine Lücke des Anbieters, sondern eine Eigenschaft der Aufstellungs-Liste.
Wer ein Konto bei einer Marke sucht, die weniger beworben wird und deren Erlaubnis trotzdem ein paar Jahre alt ist, wird hier fündig.
Betway: Cash Out unter „Meine Wetten“
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Für Fußball bietet Betway zudem den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zusammenstellt. Die Whitelist führt für Betway die Betway Limited, erste Erlaubnis vom 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Der Teil-Cash-Out ist das eigentlich Interessante. Beim Davis Cup mit seinem Doppel am zweiten Tag kann das nützlich sein: eine halbe Position auflösen und den Rest laufen lassen. Und der Haken: Eine teilweise aufgelöste Wette bringt auch nur einen Teil des Werts zurück, der beim späteren Treffer noch dastünde. Die Teilauszahlung ist kein Ausweg, sondern ein zweiter Preis für denselben Wettschein.
Der Konfigurator+ wird für Fußball beschrieben, nicht für Tennis. Übertragen lässt sich das nicht: Ein Kombinationsmarkt setzt voraus, dass der Anbieter die beteiligten Einzelmärkte führt, wie schon im Betano-Abschnitt zu lesen war. Wer den Konfigurator auf ein Länderduell übertragen will, sucht etwas, das für diese Sportart nicht zugesagt ist.
Wer beim Zuschauen aussteigen und einen Teil der Position retten will, findet genau das hier beschrieben. Ein Anspruch darauf besteht nicht.
Tipico: Cashout als Kontrolle über den Wettschein
Die Tipico-App wird im App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, und die Beschreibung nennt Tipico Cashout als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Die Whitelist führt für Tipico die Tipico Co. Limited, erste Erlaubnis vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.
Tipico steht damit in derselben ersten Erlaubnisgruppe wie bwin, NEO.bet und Tipwin. Bemerkenswert ist nicht das Datum, sondern die Formulierung: Cashout wird als Kontrolle über den Wettschein beschrieben, nicht als Chance. Diese Wortwahl trifft den Sachverhalt genauer als das deutsche „Cash Out“ in den meisten Vergleichstabellen. Eine Kontrolle, die man gegen Geld schaltet, ist ein Instrument und kein Geschenk.
Beim Tennis-Live-Angebot bleibt es bei der Rechtslage: Endergebnis, nächster Satz, Sätze-Ergebnis, Spielergebnis. Wer das nicht mitrechnet, wundert sich, warum der Nächste-Punkt-Markt im Programm fehlt.
Wer seinen Wettschein nicht bis zum letzten Satz liegen lassen will, findet hier die beschriebene Option — und sollte den Preis dafür als Teil der Wette betrachten, nicht als Zugabe.
LeoVegas: der jüngste Sportwetten-Eintrag der Vergleichsgruppe
Für Leovegas.de führt die Whitelist die LVSports Limited mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Der Domain-Auftritt ist derselbe; die Sportwetten-Erlaubnis ist die jüngste der zehn hier betrachteten.
Das sortiert LeoVegas in eine andere Gruppe als die neun übrigen: Das Automatenspiel war zuerst erlaubt, der Sport kam gut anderthalb Jahre später dazu. Wer den Markt der letzten Jahre verfolgt hat, erkennt darin eine Richtung — Anbieter mit einer Herkunft im Casino erweitern das Programm um Sportwetten. Für den Davis Cup heißt das nicht per se ein schmaleres Angebot, aber eine jüngere Aufbauphase des Sportbuchs.
Deutschlandweit ist die Erlaubnis jung, nicht neu: Zwei Jahre Marktpräsenz im Sportwettenbereich sind kurz im Vergleich. Und sie sind lang genug, dass die Aufsicht den Eintrag führt.
Wer einen Anbieter mit einem gewachsenen Casino-Umfeld und einem noch jungen Sportbuch sucht, findet hier genau diese Kombination. Wer sein Budget über einen Sportwettenschein steuern will, sollte zuerst auf den Sportbereich schauen, nicht auf die Startseite.
Was der Vergleich unter dem Strich belegt
Die zehn Portraits ergeben keine Rangliste, und das ist Absicht. Was sie ergeben, ist eine belastbare Vorauswahl: Wer auf den Davis Cup 2026 setzen will, hat in Deutschland zehn geprüfte Adressen — und die Auswahl danach bemisst sich an Dingen, die die Whitelist nicht enthält.
Vier Größen entscheiden am Ende für einen Spieler, der ohnehin auf einen Länderkampf setzt: Ist der Wettbewerb im Programm überhaupt zu finden. Wird die Siegquote auf ein Einzel geführt. Wie hoch ist die Marge auf einem Zwei-Weg-Markt. Und lässt sich der Anbieter im Finalturnier noch live bespielen, während nur drei Partien pro Begegnung ausgetragen werden.
Die Whitelist sortiert niemanden. Sie filtert nur die aus dem Rennen, die ohne Erlaubnis anbieten. Ein Anbieter, der seine Quote einen Zehntelpunkt niedriger hält und die zweite Einzelpartie komplett mit Live-Märkten unterlegt, kann über ein Turnier von Februar bis November die bessere Adresse sein.
Das ist die eine Entscheidung, die kein Portal einem abnimmt: die zwischen Auswahl und Preis.
Wie die Marge in eine Wettrechnung kommt
Die Marge ist das, was übrig bleibt, wenn alle Einsätze eines Marktes abgerechnet sind. Sie ist die zweite Zahl auf jedem Wettschein, und sie ist die einzige Grösse in einem Quotenvergleich, die der Anbieter selbst nicht bestreiten kann — sie lässt sich nachrechnen. Genau das ist unser vetted Werkzeug, und wir wenden es hier nach der Standarddefinition an: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes, und Marge = 1 − Auszahlungsquote.
Nehmen wir den bereits durchgerechneten Zwei-Weg-Markt bei Quoten von 1,90 und 1,90. Über beide Ausgänge gerechnet zahlt der Markt einen Anteil der Einsätze zurück; dieser Anteil liegt im Beispiel bei 95,2 %. Die Marge ist der Rest, also 4,8 %. Die Zahl gilt nur für diesen Markt mit genau zwei Ausgängen und den genannten Quoten.
Wichtig ist, welchen Einsatz der Formelwert verlangt: eine Marge pro Markt, nicht pro Wettschein. Eine Kombiwette aus zwei Einzelwetten trägt die Marge beider Märkte, und beim Setzen multiplizieren sich die Quoten, beim Rechnen aber die Auszahlungsquoten. Genau dort entstehen die Summen, die auf einem Wettschein unauffällig aussehen. Ein vernünftiger Vergleich schaut deshalb auf einen Markt und nicht auf eine Auswahl.
Für Davis-Cup-Wetten ist die Reihenfolge klar: erst prüfen, ob der Anbieter den Markt überhaupt führt, dann Quote und Marge rechnen — und erst dann über den Einsatz entscheiden. Wer diese Reihenfolge umdreht, zahlt mehr für dieselbe Sicht auf ein Tennisspiel.
Wie beim Davis Cup abgerechnet wird, wenn früh nichts mehr offen ist
Eine Partie im Davis Cup kann entfallen, und nur wenige Wetten sind darauf vorbereitet. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, werden die restlichen Partien nicht mehr gespielt — im Zwei-Tage-Format mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel, im Finalturnier mit nur drei Partien. Wer auf einen bestimmten Einzelspieler setzt, dessen Partie dann ausfällt, hat formal keine Wette mehr auf ein Ereignis, sondern nur noch einen Wettschein mit einem gestrichenen Spiel. Für den Fall ist die Quote meist vorgesehen — eine gestrichene, nicht stattgefundene Partie wird wie die Hälfte einer Spielwette behandelt, also mit Quote 1,00 — und damit ist auch die Kombination gerettet, die sonst das ganze System verliert.
Noch klarer wird es bei fehlender Spieldauer. Bei „kein angefangenes Spiel“ kann ein Anbieter einen Einsatz nicht abrechnen, wenn kein Satz gespielt wurde. Ein 40-wöchiges Turnier mit mehreren Länderspielen und zwei Tagen pro Begegnung produziert Zeiten, in denen nichts passiert.
Und wo eine Wertung strittig sein kann, braucht es die Formel für den Zeitpunkt. Die Sätze im Tennis sind so gebaut, dass ein Tennissatz ein anfangender Sport ist, und ein Wettschein mit einem Doppel im aktuellen Format kann nach dem ersten Satz nicht mehr ausgehen. Wer vorher abschliessen will, wird in den Bedingungen fündig — und wird dort lesen, was bei „Rücktritt“ und „Aufgabe“ gilt.
Was eine Wette auf ein Länderduell über 40 Wochen mit einem Konto machen kann
Zum Ende zurück auf Anfang, aber eine Schicht tiefer. Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November, und niemand hält neun Monate lang dieselbe Aufmerksamkeit. Genau das ist die praktische Größe dieses Wettbewerbs: nicht ein Abend am Bildschirm, sondern viele kurze Spieltage über einen Jahreslauf, in dem zwischendurch ein zweites Kontingent ausgeschöpft werden will.
Die erste Frage, die vor dem ersten Einsatz steht, ist keine Wettfrage, sondern eine Verfügbarkeitsfrage. Ist genug Volumen da, wenn im Februar ein frühes Qualifikationsduell läuft, und bleibt das Angebot im September noch so breit wie zu Beginn? Die zweite ist die Grenze. Wer über die Monate summiert, hat 1.000 € zur Verfügung, aufgeteilt über 40 Wochen, und zwar über alle Anbieter.
Und dann kommt die Marge überdurchschnittlich vieler kurzer Einsätze. Wer pro Spieltag kauft und verkauft statt einmal zu halten, addiert die Marge so oft, wie er auf einen neuen Wettschein geht. Ein Anbieter mit 4,8 % Marge statt 4,8 % auf einen anderen Markt ist keine Veranlagung.
Die ehrliche Zusammenfassung, wenn man die Whitelist gelesen hat: England und Italien sind qualifiziert, Deutschland auch, im November wird ein Sieger gekürt, und wetten darf man auf alles, was die Behörde als Sportwettprogramm zugelassen hat. Erwartung hineinzutragen ist Arbeit am Ergebnis, nicht am Wettschein.
Und die Frage am Ende bleibt die gleiche. Das Ausschalten der Seite ist die billigste Entscheidung auf diesem Markt.
Häufige Fragen zu Davis-Cup-Wettanbietern
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Nationen stehen im Finalturnier?
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die erste Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar, die zweite vom 18. bis 20. September 2026 statt. Für das Finalturnier sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert. Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber des Finalturniers.
Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?
Im Davis Cup entfallen alle noch offenen Partien, sobald eine Mannschaft drei Siege hat. Im Finalturnier werden pro Begegnung ohnehin nur drei Partien gespielt. Eine deshalb nicht ausgetragene Partie wird in der Regel wie eine Ersatzwette behandelt, mit Quote 1,00 — die Kombination bleibt erhalten, der Einsatz wird aber nicht mit dem vollen Gewinn abgerechnet.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Ausschliesslich an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Geprüft wird der Domainname im Eintrag und der dort genannte Inhaber, nicht der Markenname und nicht die deutsche Endung. Eine .de-Adresse allein belegt nichts, und ein Casino-Permit desselben Halters belegt keine Sportwetten-Erlaubnis.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum fehlt der nächste Punkt?
Während eines laufenden Spiels sind in Deutschland nur Wetten auf das Endergebnis oder auf einen ähnlichen Bestandteil erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Der nächste Satz ist zulässig, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Beide treten zu häufig auf, als dass ein Verlusttempo entstehen sollte, das ein einzelner Spieltag verkraftet.
Was bedeutet die Marge, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von den Einsätzen eines Marktes einbehält; bei Quoten von 1,90 auf einen Zwei-Weg-Markt ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95,2 % und eine Marge von 4,8 %. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage aus Einsatz abzüglich der Steuer, geschuldet vom Veranstalter der Wette.
Was unterscheidet Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Bonussumme?
Die Bonussumme ist die beworbene Zahl; Mindestquote und Umsatzbedingungen sind die Größen, an denen sie sich messen lassen muss. Eine Gratiswette mit hoher Mindestquote und mehrfachem Umsatz kann weniger wert sein als ein kleineres Angebot mit einer einzigen Bedingung. Das GlüStV setzt keine Obergrenze für Bonusbeträge — die Regeln stehen nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Tennis – Sportwetten in Deutschland
Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten in Deutschland»
